Der Fluss der Energie – statt im Burnout zu landen

 

Was ist der Fluss des Lebens? Und was ist ein Burnout? Und wieso kann ein Leben im Fluss des Lebens uns vor Burnout schützen?

Alles geht um Entspannung, aber dazu später mehr!

Seit Jahrtausenden gibt es die Analogie um den Fluss des Lebens (panta rhei). „Man müsse sich treiben lassen, man müsse das Leben akzeptieren, wie es ist!“ Aber wie geht das?

Der Fluss unseres Lebens, das Leben eines jeden Einzelnen, entspringt an seiner Quelle. Das Leben wird uns von irgendwoher eingehaucht, wir fließen los, wir wachsen auf, geraten mit unserem Leben in so manche Stromschnelle und münden langsam in einen größeren, ruhigen Strom, der dem Meer zufließt. Dort dürfen wir eins werden mit den vielen anderen Flüssen.

Der Fluss ist unaufhaltsam. Er ist nicht durch uns veränderbar, aber er verändert sich. Er bahnt sich seinen Weg, ist phasenweise abwechslungsreich, dann wieder stagnierend und langweilig. Es ist für alle das gleiche Spiel.

 

Nur gibt es zwei Betrachtungsweise des Flusses:

  • Die einen sehen sich fließend. Sie schwimmen in dem Strom. Sie werden untergetaucht von Stromschnellen. Das Leben fließt an ihnen vorbei, ohne dass sie es wirklich genießen können. Sie hasten von Tag zu Tag und versuchen ihre Aufgaben zu bewältigen.
  • Für andere ist es momenthaft, d.h. man sieht das Leben als eine lange Aneinanderreihung von vielen verschiedenen, aber entspannten Momenten. Diese sind geprägt von Bewertungsfreiheit und Akzeptanz der Dinge.

 

Dieser immer wieder entspannte und uns entspannende Blick auf das Leben und um uns herum, wirkt wie ein schützendes Ruderboot. Man lässt sich treiben, sieht die Landschaft um sich herum vorüberziehen und kommt dennoch bei Stromschnellen in Aktion – ruhig, entspannt und trotzdem, ja gerade deshalb, richtig handelnd!

 

So viel zum Strom des Lebens, und was ist dann ein Burnout?

Die meisten Menschen, die einen Burnout erleben, befinden sich gerade in den Stromschnellen des Lebens. Man hat beispielsweise kleine Kinder, einen fordernden Job, seine älter werdenden Eltern an der Backe und einen Perfektionismus, der versucht das alles auch noch sehr gut zu machen! Und subtil über Allem hängt der Klimawandel und die prognostizierte Migrationswelle des nächsten Jahrhunderts!

Aus Forderungen an uns und Förderung für uns wird eine Überforderung. Diese Überforderung zeigt sich in nicht enden wollenden Gedankenströmen. Abends beim Einschlafen werden diese erst sichtbar, aber sie sind den ganzen Tag vorhanden. Sie beeinflussen und lenken unser Leben!

 

Vielleicht machst du einfach mal kurz die Augen zu und versuchst deine Gedanken wahr zu nehmen.

 

 

 

Diese Worte oder Bilder laufen andauernd ab, sie sind immer da. Ob du gerade mit deinen Kindern redest, fern schaust, oder deine Arbeit erledigst. Sie prägen deine Art zu sprechen, Beziehungen zu führen und deinen Job zu erledigen.

Wenn man nun also in diesen Gedankenstrudel des Burnouts kommt, dann begibt sich der Körper in einen Panik- und Kontrollmodus, anstatt aus der Entspannung heraus natürlich zu agieren. Wir sind nicht mehr mitfühlend, sondern kämpfend! Wir sind nicht mehr offen für Neues, sondern versuchen krampfhaft an bestehendem festzuhalten. Stresshormone werden ausgeschüttet. Der Körper gerät in einen Fright-Fight-Flee-Modus und kommt in Kampfstimmung. Das Blickfeld engt sich ein, die Herzfrequenz und der Blutdruck steigen, die Muskeln spannen sich an. In diesem Zustand lässt sich schwer die Stimmung des anderen erkennen oder Kompromisse schließen. Man versucht im wahrsten Sinne des Wortes, nicht unterzugehen!

 

Und wie wirkt sich nun ein Leben im Fluss des Lebens auf ein Burnout aus?

Die Antwort ist einfach. Man baut sich ein Ruderboot und lebt entspannt! Man beobachtet das Leben mehr und mehr, man bewertet nicht mehr sein Gegenüber, sich selbst und die Umwelt. Man nimmt die Dinge an, wie sie sind und teilt nicht ein in Gut und Böse (Adam, Eva, Paradies, Apfel, Baum, Gut und Böse!) Die Stromschnellen des Lebens kommen trotzdem, aber man kann sie entspannt abwettern und wieder gehen sehen, denn man weiß: die Stromschnellen haben irgendwann ein Ende.

Alles hat ein Anfang und ein Ende.

Die vorhin erwähnten Ströme aus Gedanken sind trotzdem da, aber auch sie werden entspannt beobachtet und nicht bewertet. So wird aus einem schwierigen Moment ein entspannter Moment ein schöner, ja glycklicher Moment. Und was macht das Leben zu einem glücklichen Leben?

Ich hörte einmal: das Leben ist eine Perlenkette. Jeder glückliche Moment, den du bewusst wahrnimmst, ist eine Perle, die du auf deine Kette des Lebens fädelst. Wenn du nun zurück blickst am Ende deines Lebens und eine lange Perlenkette in der Hand hältst, dann hast du ein glückliches Leben geführt. Wenn deine Kette kurz ist, dann hast du das Leben nicht in seiner Fülle erkannt und gelebt.

 

Aber wie kommt man jetzt da hin?

So, wie wir alles im Leben lernen.

Wir üben, wir versuchen, wir stolpern, wir stehen auf, wir putzen uns ab und lachen über uns und irgendwann sind wir einen Schritt weiter und machen diesen Fehler nicht mehr! Ganz konkret heißt das, wir üben erst einmal uns zu beobachten. Die Dinge zu beobachten. Achtsam zu werden!

Diese Achtsamkeit hilft uns, unseren Geist, unseren Körper und das Leben um uns herum als das zu betrachten, was ist nun einmal ist. Einfach „da sein“ im Leben üben!

Beobachten, nicht bewerten!

Diese Achtsamkeit hilft uns, unseren Körper in seiner Entspannungsfähigkeit zu beobachten. Wir lernen, immer entspannter und ruhiger zu werden. Somit schaffen wir uns einen neuen Ausgangspunkt, den wir nun als entspannten Zustand betrachten.

 

Die meisten Menschen in unserer Gesellschaft wissen gar nicht mehr, was wirklich entspannt bedeutet. Das Leben eines Menschen im postindustriellen Zeitalter, mit Uhrzeiten und Terminen, kann gar nicht so entspannt sein, wie das Leben als Jäger und Sammler. Was ist also wirklich entspannt?

Die dann geübte Achtsamkeit (Das Beobachten des Lebens), hilft uns im Täglichen immer wieder, unsere Anspannung zu beobachten und in den geübten Entspannungszustand zurückzukehren. An der Kasse im Supermarkt, wenn das Baby schreit, wenn der Chef gerade mal wieder nörgelt, trotzdem entspannt sein! Was für ein Traum!
Man verwandelt einen Stein in eine Perle – also Wasser zu Wein!

Diesen Zustand innerer Zufriedenheit, egal was im Außen stattfindet, nennen wir Glyck!

 

Ja und nun?

Dies kann man lernen, in dem man beginnt täglich zu trainieren. Unser Gehirn ist zum Glück bis ins hohe Alter plastisch und lernfähig. Durch tägliches Training können wir uns in beinahe jeder Disziplin verbessern. Training ist Übung und Wiederholung. Oft! Täglich!

Diese zehn Minuten täglichen Übens der Entspannung und Beobachtung seines Gedankenstromes verändern buchstäblich 23 Stunden und 50 Minuten des Tages zum Besseren.

Es lohnt sich! Ich könnte mir kein besseres Investment mit höherer Rendite vorstellen. Was ist mehr wert als ein glückliches, entspanntes Leben?

 

Und nun abschließend für junge Eltern:

Indem ihr lernt, in Zeiten der Stromschnellen ein entspanntes, glyckliches Leben euern Kindern vorzuleben, erntet ihr doppelt. Denn eure Kinder werden die Entspanntheit in ihre Generationen weitertragen.

 

 

 

Mit den Worten des englischen Schriftstellers Charles Reade

(1814- 84)

  • Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
  • Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
  • Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
  • Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
  • Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

 

Bis bald, zum Glyck!

Euer Are Hilliges

 

Are Hilliges 

Zahnarzt www.zahnarztpraxis-hilliges.de

Kinderzahnarzt www.trolldent.de

Gesellschafter des GLYCK Backnang

www.glyck-backnang.de

Kursleiter Mindful Leadership im GLYCK

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 

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