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Spazierengehen – ein Fest für alle Sinne

 

Sucht man im Internet nach „Spaziergang“, findet man:

„Gang im Freien (den man zu seiner Erholung unternimmt).“ Am wichtigsten finde ich hier den Teil in der Klammer! Ja, wir gehen spazieren, um uns zu erholen, um den Kopf freizubekommen, um ins Spüren, Wahrnehmen, Erleben der Natur und unseres Körpers zu kommen.

 

Spazieren gehen, egal bei welchem Wetter?

 

Oftmals gehen wir nur bei schönem oder trockenem Wetter spazieren. Das hat natürlich seine Vorteile…

… die Sonne schenkt uns Vitamin D, unsere Laune steigt dadurch, wir fühlen uns wohlig warm und strahlend. Es ist trocken, wir werden also nicht nass und haben gute Sicht.

Aber auch etwas windiges Wetter kann großartig für einen Spaziergang geeignet sein. Der Wind klärt uns, er räumt vielleicht auf und bläst die Gedanken einfach hinfort. Er erfrischt uns und säubert unsere Lungen. Wir fühlen uns vitalisiert und wach.

Genauso kann der Regen uns bei einem Spaziergang großartig dienen. In gewisser Weise hat er etwas reinigendes, du fühlst dich lebendig und bekommst einen neuen Blick auf die Dinge! Auch eine verregnete Landschaft, mit schweren Wolken in den Wäldern hängend, hat etwas wunderbar mystisches und geheimnisvolles.

Probiere es doch einfach mal aus und schaue, wie es dir nach dem jeweiligen Spaziergang bei Sonne, Wind oder Regen geht! Ich bin mir sicher, dass es ganz egal ist, welches Wetter es sein sollte, erholt fühlst du dich danach immer, wenn du wieder zu Hause ankommst.

 

 

Spazieren gehen als Meditation?

 

Ja, auch das geht! Hast du schon einmal eine Gehmeditation gemacht? Wir können ganz bewusst in unseren Spaziergang eine Gehmeditation integrieren oder den ganzen Spaziergang als solche betrachten. Dafür musst du nichts weiter tun, als bewusst zu gehen, dich einfach nur auf die Schritte, die du einen nach dem anderen voreinander setzt, einzulassen. Es braucht nichts weiter als einen Weg und dich selbst!

Genauso kannst du während eines Spaziergangs eine Pause einlegen, um dich auf eine Bank oder ins Gras zu setzen und hier zu meditieren. Dabei reicht der Blick in die Ferne, das Wahrnehmen der Geräusche und Gerüche um dich, das stetige, tiefe und bewusste Atmen.

Ist das nicht großartig, was die Natur uns für unsere Erholung und Regeneration schenkt?

Natürlich kannst du einen Spaziergang ganz ohne Intention machen und dich inspirieren und bereichern lassen, von allem, was dich umgibt. Vielleicht fällt dir das aber auch manchmal schwer und dir gelingt es nicht, dich auf das Erlebnis Natur einlassen zu können.

Als kleine Hilfestellung möchte ich dir im Folgenden Impulse zu einem intensiven Spazier-Erlebnis für alle Sinne geben

 

 

Mit allen Sinnen in den Herbst spazieren

 

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,

Noch träumen Wald und Wiesen:

Bald siehst du,

wenn der Schleier fällt,

den blauen Himmel unverstellt,

Herbstkräftig die gedämpfte Welt

In warmem Golde fließen.

(Eduard Mörike)

Dieses Gedicht bringt die Stimmungen des Herbstes, wie ich finde, wunderbar hervor. Der Herbst ist so vielseitig, er hat eine raue, mystische, aber auch eine warme, golden strahlende, liebliche Seite.

 

„Jede Jahreszeit ist der Anfang eines Wunders.“ (Beat Jan)

 

 

Das Wunder Herbst

 

Der Herbst ist die Jahreszeit der (Ver-) Wandlung… alles färbt sich in satte Farbe, viele Früchte sind reif, die Vögel suchen sich ein neues Quartier und auch wir Menschen stellen uns langsam auf kühle Temperaturen und den nahenden Winter ein. Vielleicht möchtest du bei deinem nächsten Herbstspaziergang einmal ganz bewusst deine fünf Sinne einladen, wahrzunehmen:

 
Sehen:

Schau dir ganz bewusst deine Umgebung an! Was kannst du sehen? Welche Pflanzen fallen dir auf? Sind es die saftigen Gräser, Herbstblumen, abgeerntete Felder und Felder, die noch mit Mais gefüllt sind, Bäume, die voller Äpfel oder Zwetschgen hängen? Nimm einmal diese Farbenkraft und Fülle wahr!

 

Schmecken und Riechen:

Schließe für einen Augenblick deine Augen. Nimm einen tiefen Atemzug und nimm wahr, welche Gerüche dir in die Nase kommen. Riecht es nach feuchter Erde, nach Gräsern oder vielleicht nach etwas ganz anderem?

Der Herbst ist voller reifer Früchte, so findest du am Wegesrand vielleicht ein paar Brombeeren oder andere Beeren, vielleicht einen frischen Apfel, der schon reif vom Baum gefallen ist, Zwetschgen oder Mirabellen, die du kosten kannst! So lasse dir diese dann im Munde zergehen… spüre nach wie es schmeckt! Ist das Obst schon ganz reif und süß oder hat es auch noch eine leichte Säure, ist es saftig oder ganz sanft im Mund?

Und wenn du nach Hause kommst, wartet vielleicht schon ein Teller mit leckerer Kürbissuppe auf dich, die für mich absolut ein kulinarischer Herbstknaller ist! Unten findest du ein Rezept für eine leckere Kürbissuppe zum Ausprobieren.

 
Hören:

Auch dieser Sinn wird bei deinem Spaziergang angesprochen. Ich liebe es auch, die Augen zu schließen, während ich es mir auf einer Bank kurz bequem gemacht habe. Lausche dann einfach in die Natur. Was kannst du hören? Sind es die Gräser, die im Wind rauschen oder ist es das Rascheln der Baumkronen? Hörst du vielleicht Tiere, vielleicht das Zwitschern der Vögel oder ein leises Summen? Versuche einfach alle Geräusche wahrzunehmen.

 
Fühlen / Tasten:

Wenn du gerade schon diese kleine Pause machst, um wahrzunehmen was dich umgibt, dann lass dich nun auch ins Fühlen und Tasten kommen. Nimm die verschiedenen Blätter und Früchte des Herbstes wahr, indem du sanft über ihre Oberfläche streichst. Fühle die glatten und die rauen Oberflächen und die feinen Strukturen. Jedes Blatt, jede Frucht, jede Rinde ist einzigartig. Wenn du im Wald bist, kannst du auch den Waldboden mit deinen Händen untersuchen oder barfuß darauf laufen. Besonders im Wald finden sich viele verschiedenen mit allen Sinnen erfahrbaren Eindrücke – in der Regel ohne störende Nebengeräusche wie Motorenlärm oder Ähnliches. Daher möchte ich gerne an dieser Stelle als Beispiel für eine ganzheitliche Erfahrung zum Thema Wald das „Waldbaden“ vorstellen.

 

 

Waldbaden

 

Hört sich nicht schon der Begriff „Waldbaden“ nach Erholung an? Natürlich verbinden wir mit dem Begriff „baden“ erst einmal Wasser. Das gibt es beim Waldbaden jetzt weniger, aber wir können hier eintauchen in die Natur des Waldes. So kannst du dir auch im Wald ein beliebiges Plätzchen suchen, es dir bequem machen und dem Rauschen der Blätter lauschen. Vielleicht suchst du dir sogar einen Platz an einem großen Baum, lehnst dich hier an und spürst, wie getragen und gehalten du hier bist! Die Bäume haben ihre ganz eigene Energie, sie stehen unter Umständen schon seit mehreren Jahrzehnten an ein und demselben Ort, ihre Wurzeln tief in die Erde vergraben, ihre Kronen weit nach oben in den Himmel ragend. Vielleicht ist dir nach deiner Ruhepause sogar danach, diesen Baum, der dich gehalten hat, zu umarmen und dich von seiner Energie liebevoll einhüllen zu lassen.

 

 

Hier wie versprochen das Rezept für die Kürbissuppe:

Feine Kürbiscremesuppe (Sunny Hokkaido)

Zutaten für 4 Personen:

500g Kürbisfleisch
1-2 Kartoffeln
1-2 Karotten
1 große Zwiebel
Salz und Pfeffer
1 Stück Butter 

 

200 ml Schlagsahne

 

 

1 Bund gehackte Petersilie

 

 

In Würfel schneiden und in ca. ½ l Wasser weich kochen, dann pürieren und evtl. noch Wasser zufügen,Gewürze

zugeben.

 

schlagen, die Hälfte unterrühren

In Suppenschalen anrichten und von der restlichen Sahne jeweils einen Klecks darauf geben und mit
Petersilie garnieren.

Tipp: Auch Kürbiskernöl zum Verfeinern macht sich hier gut!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und nun wünsche ich dir viel Spaß beim Ausprobieren, Entdecken und Erfahren!

Ich wünsche dir wundervolle Spaziergänge!

Alles Liebe,
Anja

 

Anja König – Coaching & Yoga 

Mental-Resource Trainerin, Coach und Yogalehrerin

www.koenigcoaching.com

 

 

 

 

Mehr Infos zu Anjas Kursangebot findest du hier.

Vyana-Yoga

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 

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