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Hingabe – Gabe, geben, hin

 

An wen oder was?

Im Wort Hingabe steckt Gabe und das hat mit geben zu tun.

Hin ist das Gegenteil von weg und im Geben steckt auch das Gegenteil nämlich empfangen.

Wenn wir Google fragen, dann finden wir folgende Definition:

Unter Hingabe (auch: Hingebung, Devotion) versteht man den von rückhaltloser innerer Beteiligung geprägten Einsatz eines Menschen für eine Angelegenheit oder eine Person, die für den Betreffenden von höchstem persönlichem Wert ist. Hier lässt sich erkennen, dass es einem Gegenüber bedarf, einem Empfänger, einer Person oder Sache im Außen. Gleichzeitig wird auch ein innerer Teil von mir selbst angesprochen.

 

 

 

Gehen wir der Frage nach: An wen, oder was geben wir uns hin?

Ans Leben, an eine Situation oder einen Menschen, Deinen Gefühlen und Gedanken, an Deine inneren Impulse, dein Wissen, deine Weisheit?

Vielleicht ist wahre Hingabe eng verknüpft mit Hingabe ans Leben, an jede Form von Lebendigkeit, in der auch ein JA! Zum Leben steckt. Was umgekehrt nicht bedeutet, dass ich der Situation ausgeliefert bin, keine Möglichkeit der Handlung habe, ganz im Gegenteil, die Aktion jene mit Hingabe geschieht scheint eine ganz besondere Qualität ins sich zu tragen und bedarf durchaus einem aktiven Teil.

Grundsätzlich können wir uns überlegen, ob wir erst einmal uns mit all unserem Menschsein an etwas nicht zuletzt Sprachloses hingeben müssen, um mit Hingabe dann zu kreieren, dass der erste Schritt viel passiver daherkommt, als wir denken. Ein sich einlassen, ein sich öffnen die Voraussetzung schafft.

 

Gelingt es Dir leicht sich voller Vertrauen zu öffnen?

An was gibt sich ein Künstler: Maler, Schriftsteller, Musiker, Fotograf hin, wenn aus ihm heraus etwas entsteht, die Farben sich von allein mischen, der Pinsel wie von magischer Hand sich beginnt zu bewegen. Wir einen Satz beginnen, ohne zu wissen, wie er endet, uns die Worte auf dem Weg finden. Die Noten sich wie zufällig aneinanderreihen und die Pause an der richtigen Stelle und in ihrer Länge erst die Harmonie und den Klang ermöglichen. Der Abdruck genau in diesem Moment aus jenem Blickwinkel einen Augenblick im Lichte einfängt, den es so nie wieder geben wird.

 

 

 

 

 

Wann hast Du Dich das letzte Mal einer Aufgabe, einer Situation, einem Menschen tatsächlich hingegeben, ohne Wenn und Aber? Die Zeit vergessen, im Tun aufgegangen, kein Platz für zurückdenken oder vorausdenken?

 

Lass uns den Blickwinkel ändern und vom Talent, der Gabe, der Begabung herdenken. Wir haben alle eine besondere Begabung, ein Talent, etwas was uns Einzigartig macht. Steckt hierin vielleicht ein Auftrag sich seiner Gaben, dessen, was uns gegeben wird bewusst hinzugeben. Dafür bedarf es der Bewusstwerdung, was meine Gaben sind und es benötigt hierfür durchaus auch einer Portion Mut sich seine Einzigartigkeit einzugestehen und sie im zweiten Schritt auch zu leben.

 

 

Was habe ich als Kind mit Leidenschaft getan?

Mit Hingabe tun, gerne tun, aufgehen im Tun, aus sich heraus entsteht etwas. Was mit Hingabe geschieht berührt den Betrachter, lässt ihn staunen und im Staunen steckt etwas Zeitloses und ganz Reines.

 

Ist Hingabe aktiv oder passiv?

Es bedarf einem aktiven Teil und einen auf den wir uns einlassen müssen – Hingabe eben, vielleicht auch an etwas was wir nicht immer gleich rational erklären können aber dennoch fühlen, genau dann, wenn wir uns hingeben. Am ehesten zu umschreiben mit einer kindlichen Reinheit, an einen tiefen Wesenskern, dann entsteht etwas aus sich heraus. Der aktive Teil ist nah verbunden mit Wissen, jenes ich mir aneigne oder an jenes ich mich erinnern kann, auch meiner bisherigen Erfahrungen, die mein hingebungsvolles Handeln ganz persönlich färben. Nicht zuletzt die Hingabe verkörpern. Es bedarf dem Tun und dem Geschehen lassen.

 

 

Warum tue ich etwas, wie und was?

Mein Fazit:

Wenn ich etwas in die Welt bringen möchte, in Wort und Tat und nicht zuletzt über Berührung, das für mein Gegenüber und mich von höchstem persönlichem Wert ist, dann bedarf es einer tiefen Hingabe. Die Hingabe ans Talent, an den Moment, an mein Wissen und manchmal auch an etwas, was größer und sprachloser scheint, als mein ICH das ich bis zu diesem Zeitpunkt kenne. Dann leuchten die Augen des Gegenübers mit der gleichen Strahlkraft wie die meinen und Gänsehaut zeigt die tiefe der Berührung in Wort und Tat und manchmal auch physisch. Es scheint klar etwas Inneres beteiligt zu sein, an der Hingabe, die sich im Äußeren zeigt.

Mit Hingabe für Euch!

Eure Ute

 

Es schrieb für Euch GLYCKsbloggerin Ute Fischer

Y O G A  R U F T

U N D

Y O G A  A N T W O R T E T

Ute Fischer

Certified Anusara Yoga Teacher

www.utefischer-yoga.de

 

 

 

Fotos von Ute Fischer copyright Vinzent Weinbeer

 

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