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Rückblicke & Ausblicke ins GLYCK oder trotzdem glycklich

Teil 2

 

Ein Interview mit den Gründern und Inhabern des

GLYCK gemeinsam.mehr.gestalten

in Backnang

Suzana Karadza & Are Hilliges

 

 

Are Hilliges

Mitvierziger, Zahnarzt aus Backnang, geboren im Schwabenland, Partner von Suzana

 

Suzana Karadza

Lehrerin und Künstlerin auf der Suche nach dem Glyck, Partnerin von Are

 

Wie erging es eurer Idee „GLYCK“ unter den schwierigen Bedingungen der letzten zwei Jahre?

ARE: Wir hatten extrem schwierige Umstände. Im Lockdown gestartet. Drei Monate Pause. Dann Sommerzeit bis zu den Sommerferien 2020, wo es dann anlief. Dann, nach den Sommerferien im ersten Jahr der Pandemie war auch bald klar, dass es wieder Einschränkungen geben wird. Dann kamen die Einschränkungen und immer so weiter…Letztlich war es immer wieder ein Beschleunigen aus dem Stand und ein abruptes Abbremsen, beziehungsweise erst gar nicht wieder in die Geschwindigkeit kommen, weil es die äußeren Umstände einfach nicht wieder zugelassen haben.

Jeder, der ins GLYCK gekommen ist, fand es super hier!

Jeder fand die Räume toll! Jeder findet das Angebot gut und auch die Kursleiter, unsere Glücksbringer. Alle gehen zufrieden raus. Aber es konnte sich nie so etwas aufbauen, wie ein allgemeines Gefühl von, wir packen es an. Ja, wir machen das. Dafür war die Zeit zwischen den Lockdowns einfach zu kurz. Letztendlich ist unser kleines Baby gleich in die Stromschnellen geraten, musste gleich schwimmen lernen.

Es ist eben anders als bei einer Gastwirtschaft, die seit 15 Jahren läuft und sich seine Kundschaft und auch ein finanzielles Polster erarbeitet hat. Wir mussten die ganze Zeit das GLYCK stützen, es vor dem Untergang bewahren, durch die Stromschnellen begleiten. Es ist eigentlich nie richtig zum Schwimmen gekommen, das man hätte sagen können: ja, es hält seinen Kopf schon ganz gut über Wasser. Das hat es natürlich schon schwer gemacht und auch frustrierend. Aber das ist ja genau unsere Stärke, dass wir den Frust nicht aufnehmen und sagen, wir sind nur dieser Frust. Sondern wir haben dieses Problem, wir haben diese Situation. Wie sieht sie aus? Wie kann man sie bewältigen? Wieder lange können wir das noch durchhalten? Wie lange reichen unsere finanziellen Reserven noch, um das GLYCK aufrechtzuerhalten?

Ja, das waren schwierige Bedingungen. Und nein, das GLYCK würde heute ganz anders dastehen, wenn die äußeren Bedingungen anders gewesen wären. Diese Anzeichen sehen wir schon. Es ist nur schwierig, vorherzusehen, ob das jetzt Ende 2023 oder 2024 dazu kommen wird, dass das GLYCK schlussendlich alleine schwimmen wird?

SUZANA: Und trotzdem, und das ist eigentlich das Schöne und auch Bestätigung und Antwort auf viele Fragen, die wir hatten, war es eine tolle Zeit bis jetzt. Die Glücksbringer, die hier gewirkt haben und immer noch wirken, sind zwar eine kleine Gruppe, aber da geht was. Das ist einfach schön. Das zu erfahren war sehr besonders und auch schön und bestätigend.

Zu erfahren, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und dass das alles schon so stimmt, was wir uns da ausgedacht haben.  Das es nicht einfach nur irgendwelche Hirngespinste sind, sondern dass da auch wirklich Bedarf da ist und dass da auch ganz großes Potential dahintersteckt. Mega! Also das ist tatsächlich auch und gerade trotzdem für uns klar geworden.

ARE: Oder auch Glücksbringer, die wahnsinnig tolle Menschen sind und die diese Idee verstehen und genau wissen, was wir hier meinen. Die bestätigen können, dass es diesen Weg zu innerer Zufriedenheit unabhängig von äußeren Umständen gibt. Und die die Idee toll finden. Die das ganze hier mit Engagement und Liebe betreiben und Leute hier reinholen und die begeistert sind von den Räumen. Da war so viel Bestätigung für uns, dass es eigentlich funktionieren würde. Könnte. Ja!?

Irgendwie soll es jetzt gerade nicht sein. Also muss man einfach weiterschauen, wie es weitergeht. Schritt für Schritt. Den nächsten Schritt im Auge behalten. Aber müssen wir eben auch das große Ganze im Auge behalten und schauen wie sinnvoll ist es jetzt, dass noch ein Jahr zu machen und noch eins und noch eins, ohne dass dieses Glycksbaby schwimmen gelernt hat.

 

 

Wie schafft ihr es, trotzdem optimistisch zu bleiben?

SUZANA: Ja was ist denn Optimismus? Daran hängt ja wieder alles dran. Optimismus ist der Glauben an etwas. Von etwas überzeugt sein. Das gibt einem immer Kraft und lässt einen, nicht verbissen an etwas festhalten, aber vertrauensvoll, mit dem Grundgefühl, dass das alles richtig ist. Wieder der Vergleich zum Baby oder Kind: da gibt es auch viele Zeiten, die anstrengend sind für die Eltern und die Familie. Da geht es auch immer hoch und runter, das ist immer eine Berg- und Talfahrt. Aber das Vertrauen in das Kind, und so geht es uns auch mit dem GLYCK, das Vertrauen in diese Idee trägt uns ganz enorm. Wäre es einfach nur so ein Unternehmen, wo man sagt, das probieren wir mal aus, dann wäre da vielleicht schon irgendwann der Punkt, wo man nicht mehr optimistisch sein kann. Trotzdem wissen wir, dass der Optimismus allein einen auch nicht retten kann. Also Optimismus heißt ja nicht, dass alles gut wird. Optimismus heißt einfach, dass man so lange dran glaubt, solang man dran glaubt. Und wie es dann ausgeht, das weiß man nicht. Schritt für Schritt. Wir wissen nicht, was morgen kommt. Unter den Pandemiebedingungen wissen wir auch nicht, was in einem halben Jahr kommt. Aber egal. Immer Schritt für Schritt. Daher mal der Name „Schule für Hier und Jetzt“. Es geht ums Jetzt. Jetzt ist es so. Im nächsten Jetzt ist es so. Schritt für Schritt.  Sich verrückt zu machen, was in einem Jahr ist, das ist nicht nur aufs GLYCK bezogen, sondern auch aufs eigene Leben, nicht real. Man weiß nicht was morgen ist. Das trägt einen aber auch, im Positiven.

ARE: Einen Leitsatz, den man lernt von Erich Fried ist: Es ist was es ist, sagt die Liebe. Es ist was es ist, bezieht sich darauf, dass wir hier und jetzt, in diesem Moment, wo wir hier sitzen, merken: es ist okay so wie es ist. Und wenn man lernt, in schlechten Augenblicken auch anzuerkennen, es ist, so wie es ist. Mehr auch nicht oder weniger auch nicht. Dann bekommt man langsam, aber sicher das Vertrauen, dass in Zukunft die nächsten Momente auch okay, so sind, wie sie sind. Es ist, so wie es ist. Und dieses Vertrauen, die Gutheit des Lebens und die Okayness des Lebens, das ist Optimismus. Wir können als Gesellschaft so weiter existieren mit okay, es ist okay, so wie es ist. Das ist Optimismus. Oder als GLYCK so weiter existieren, okay, es ist okay, so wie es ist, auch wenn es in einer anderen Form stattfinden wird. Was dann natürlich auch mit Blick auf den Tod eine gewisse Stärke gibt, weil der ist dann auch okay, so wie er ist. Dann lebt man nur noch in den Gedanken unserer Lieben. Aber das ist auch okay so. Denn unsere Vorfahren leben ja auch in unseren Gedanken weiter und sie leben gut dort weiter.

 

Gibt es etwas, das ihr in den letzten 2 Jahren gelernt habt?

Beide lachen

ARE: Man hat gelernt, dass manche Dinge nicht so kommen wie man sie vorhatte. Das ist natürlich etwas, was eine sehr, sehr wichtige Erkenntnis fürs Leben ist, die mir persönlich auch sehr geholfen hat, nichts zu erwarten. Also in den nächsten Moment hineinzugehen, so wie wir jetzt 2019. Hätten wir quasi in diese Glycksunternehmung reingehen können und gar nichts erwarten. Und sage können, es ist so, wie es ist. Wir haben gelernt, dass dieses Warten auf etwas, die Erwartung, dazu führt, das der nächste Moment, den man so sehnlich erwartet, nie so sein wird, wie man ihn sich vorgestellt hat. Und man von diesen Momenten immer enttäuscht sein. Und „enttäuscht“ bekommt dadurch einfach eine andere Bedeutung, nämlich: man hatte eine Täuschung und die wurde angenommen. Das ist was unglaublich Kraftvolles. Es ist unglaublich stark zu sagen: Hey, es ist ja gar nicht blöd, dass es jetzt so gekommen ist, sondern ich hatte es mir einfach nur anders vorgestellt. Und ich hatte mir einfach nur anders vorgestellt, macht dann plötzlich aus einem: Ach, stimmt eigentlich? Was hatte ich mir nur dabei gedacht?

Wenn man das erkannt hat, hilft es einem, in den nächsten Moment, in die nächste Unternehmung, in die nächste Situation hineinzugehen und zu sagen: Ach ja, mal gucken, was kommt! Mal gucken, was kommt, ist immer besser, als von was Tollem auszugehen und dann in seinen Erwartungen enttäuscht zu werden.

SUZANA: Ich habe aber auch einen Wermutstropfen. Denn ich habe gelernt, dass der Mensch ganz schön stark an alten, nicht guttuenden, schlechten Gewohnheiten festhält. Das hat mich das auch gelehrt, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist, irgendwie. Gelernt hab ich das nicht. Gewusst habe ich das und wieder so erlebt? Ja, und dann natürlich aber auch wieder loslassen. Da wieder das Kind zum Vergleich.

Wenn das Kind sozusagen noch nicht bereit ist zum Fahrradfahren, dann ist es einfach nicht bereit. Auch wenn man weiß, es würde ihm jetzt einfach guttun. Das ist auch wieder ein wichtiger Prozess, den man lernen muss. Loslassen und keine Erwartungen haben.

 

Was wünscht ihr euch fürs neue Jahr?

ARE: 2022 soll für uns weiterhin entspannt bleiben. Ich glaube auch nicht, dass wir da große Probleme haben durchzukommen. Ich hoffe für 2022, dass die Schulen offen bleiben. Ich hoffe, dass für 2022 die Eltern ihren Gegebenheiten nachgehen können, ohne auf die Kinder aufpassen zu müssen. Ich hoffe, dass die Menschen lernen, die Dinge eben so anzunehmen, wie sie sind. Ich hoffe, dass Kinder weniger Sorgen haben müssen. Als Kinderzahnarzt ist es eben so, dass ich unheimlich viele Kinder mit Kopfschmerzen erlebe. Ich habe viele Kinder mit Bissverletzungen an der Wange, die daran rum kauen. Ich habe unglaublich verspannte Kinder. Ich habe wirklich 4-6-mal so viele Probleme bei Kindern, Rezepte für Physiotherapie und Kopfschmerztherapie. Das würde ich mir sehr wünschen, dass die Eltern einen entspannteren Umgang mit der Situation auf ihre Kinder übertragen können. Das wäre für mich so der gesellschaftliche Wunsch.

SUZANA: Genau. Mir kommen auch so Begriffe wie Leichtigkeit. Also das wünsche ich mir eigentlich sehr. Wie die dann stattfindet und wie die gelebt wird, ob die mit Entspannungsübungen oder mit anderen Umständen. Leichtigkeit und auch ein stückweit friedvolleres Umgehen miteinander, das wünsch ich mir. Wir haben ja auch einen ganz tollen Kurs gehabt in gewaltfreier Kommunikation und da musste ich gerade gestern erst wieder dran denken, weil ich dachte, das ist im Grunde eine Technik, die man lernt und ein Gefühl für Sprache entwickelt dafür, ob wir gewaltfrei oder nicht gewaltfrei kommunizieren. Und ich finde kommunizieren fängt schon im Denken an. Denke ich also schon gewaltfrei oder nicht? Das wären so die beiden Sachen, die ich unglaublich wichtig fände. Also friedvolles Zusammensein. Zusammensein ist auch wichtig! Das wir nicht in die Einsamkeit abrutschen. Und Leichtigkeit. Und das eigentlich auf allen Ebenen, egal ob in Beziehungen, in der politischen Ebene, zwischenmenschlich.

ARE: Und ich glaube, wir können das erreichen,  in dem wir alle einfach nichts erwarten in 2022. Jeder nichts erwartet. Keine super Ferien erwartet, keine super Partys erwartet, keine super Familienfeiern erwartet, das ist eigentlich, wie wir das als Gesellschaft erreichen können.

 

Welchen Tipp habt ihr für alle, die noch auf der Suche nach dem Glück sind?

ARE: Hier herkommen. Unsere Kurse besuchen. Ich würde jedem raten Meditieren, Yoga oder Qigong zu lernen. Das kann so dermaßen konstant und kraftvoll sein kann. Was meine Erfahrung ist, es kann auch unglaublich erfolgreich sein. Also entspannt und locker zu sein bedeutet eben auch, die richtigen Entscheidungen zu richtiger Zeit wirklich stressfrei zu treffen. Das bedeutet eben auch, sich nicht in die Ecke drängen zu lassen. Das bedeutet eben auch, sich frei Gedanken über alle Möglichkeiten der Zukunft machen zu können. Damit auch visionär in die Zukunft zu schauen. Das bedeutet eben auch ein erfolgreiches Elternteil zu sein, weil die eigene innere Entspannung sich auf die Kinder auswirkt direkt im jetzt. Eltern sind aber immer auch Vorbild für ihre Kinder und die Kinder tendieren, ob wir das wollen oder nicht, immer zu ihren Eltern. Und wenn wir es schaffen, entspannte, glückliche, zufriedene, junge Eltern zu sein, die die immer komischer werden Omas und Opas entspannt ertragen. Die den komischen Chef entspannt ertragen, die die Pandemie entspannt ertragen und die auch die Eigenarten ihrer Kinder entspannt ertragen, dann werden unsere Kinder auch mal zu solchen entspannten Eltern. Ich sage immer: „Das Beste, was ihr für eure Kinder tun könnt, ist ins GLYCK zu kommen und Entspannung zu lernen.“ Wo ihr das schlussendlich macht ist egal, aber hier gibt es halt die Möglichkeit. Und hier gibt es die Chance, es in Gemeinschaft zu tun. Auch wenn jetzt noch nicht Gemeinschaft machbar ist, aufgrund der Einschränkungen, dann wird es aber in Zukunft möglich sein.

SUZANA: Was mir noch so kommt? Welchen Tipp hab ich.  Wir haben auf unsere Homepage ganz tolle Blogbeiträge monatlich und die könnt ihr dort einsehen oder euch auch in unseren Newsletter eintragen und dann bekommt ihr die automatisch. Are und ich schreiben auch ab und zu einen Blogbeitrag und da fällt mir der letzte ein, den ich geschrieben habe über die innere Sonne. Als ich mir da Gedanken gemacht habe, was ist für mich die innere Sonne, dann kam mir genau dieser Punkt: die Suche nach dem Glück. Suche ist schon mal fatal, denn Suchen heißt ja immer irgendwo anders sein, aber nicht im hier und jetzt. Und Glück ist ja wieder dieses schwere Wort. Wenn man Glück durch innere Sonne ersetzt, dann ist das so ein schöner Vergleich. Innere Sonne ist das, was uns trägt, was uns strahlen lässt, was uns nährt, was wir irgendwie gut finden, was wir angenehm finden. Da hat jeder seine ganz eigenen Präferenzen. Der eine geht gerne spazieren im Wald und das gibt ihm ganz viel. Der andere macht Sport. All diese Dinge sind ganz wunderbar. Ich glaube aber, alles was noch tiefer geht, also ein Erfahren wo man merkt, es ist egal, ob es gerade draußen stürmt oder schneit, die innere Welt geht nicht unter, also die innere Sonne. Dann ist das wie ein Fundament. Das ist mein Tipp: Alle Erfahrungen mitnehmen die schön sind. Mal drauf achten, wie sich das anfühlt und dann eben immer weiter füttern.

ARE: Noch ein Zitat zum Abschluss…

Glück ist nicht zu erlangen durch große Anstrengungen und Willenskraft. Es ist schon da und sitzt zu Hause an deinem Herd.

Das heißt, es ist schon da. Du musst nur wieder heimkommen.  Man muss nur wieder raus aus den Gedanken, Sorgen und Nöten zurück zu sich selbst kommen.

In diesem Sinne wünschen wir euch ganz, ganz viel glückliches Dasein.

Eure Suzana & Are

 

 

Es schrieb für euch herzlichst,

Eure GLYCKsbloggerin Melli Hellebrand

Melanie Hellebrand

Systemische Therapeutin & Beraterin
HELDENDASEIN aufrichten.ausrichten.weitergehen


www.heldendasein.de

Systemische Beratung – GLYCK – gemeinsam mehr gestalten (glyck-backnang.de)

 

 

 

Fotos Glyck Melli Hellebrand

Fotos Suzana & Are copyright Vinzent Weinbeer

Fotos unsplash

 

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Einblicke ins GLYCK oder wie ein Baby schwimmen lernt.

Teil 1

 

Ein Interview mit den Gründern und Inhabern des

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Suzana Karadza und Are Hilliges

 

Einblicke-ins-GlyckAre Hilliges

Mitvierziger, Zahnarzt aus Backnang, geboren im Schwabenland, Partner von Suzana

 

Suzana Karadza

Lehrerin und Künstlerin auf der Suche nach dem Glyck, Partnerin von Are

 

ARE: Viele Fragen erreichen uns immer wieder. Oft sind es dieselben. Was wir sind? Wer wir sind und wo wir sind? Wer steht hinter dem GLYCK und für was steht GLYCK eigentlich? Diese Fragen wollen wir jetzt mal für euch beantworten.

 

 

 

 

Suzana & Are, ihr sitzt hier gemeinsam im GLYCK. Ihr sagt immer so schön: „euer Baby“ Wann ist euer Baby denn geboren und warum habt ihr ihm diesen Namen gegeben?

ARE: Ja, geboren ist es im Februar 2019. Geboren und auf die Welt gekommen. Aber in unseren Gedanken gezeugt, ist das bestimmt schon 2015. Es fing damit an, dass wir vor vielen Jahren, gemeinsam, und Suzana noch länger, angefangen haben zu meditieren und das auch in den Alltag zu bringen. Diese Zufriedenheit in den Alltag zu bringen. Und Zufriedenheit in die Familie zu bringen und in den Job. Wenn man gelernt hat, was für ein riesiger Benefit das ist, präsent zu sein, konzentriert zu sein, da zu sein und Mitgefühl zu haben, dann möchte man das auch weitertragen? Das ist ganz natürlich, dass man Dinge, die man umsonst bekommen hat, auch weiterverschenken möchte. Dann kamen viele Jahre und Monate der Überlegungen, Planung, Finanzierung und dann auch wirklich der Renovierung der Räumlichkeiten, des Einrichtens. Das hat unheimlich viel Zeit gekostet. So konnten wir im Februar 2019 starten, um im März 2019 gleich wieder in den Lockdown zu gehen?

SUZANA: Vielleicht noch was zur Gründung und warum das überhaupt unser Baby ist. Es ist tatsächlich was, das von uns ins Leben gerufen wurde. Also, es ist keine Ideologie. Wir verfolgen nichts damit. Sondern es ist so wie mit Babys, die man in die Welt setzt und hoffentlich nichts damit verfolgt, sondern sie sich einfach entwickeln lässt. Das ist eigentlich unser Grundgedanke und unser Grundkern. Es ist uns wichtig, dass wir das auch so weitergeben und mitteilen können.

Nochmal zum Begriff Baby. Ein Baby wächst ja auch. Und deshalb sind wir hier nicht nur Veranstalter und Organisatoren, sondern wir begleiten und betreuen das Baby auch, solang es wächst. Denn wenn was wächst, dann entsteht immer auch Neues und das ist uns eben wichtig. Und genau da komme ich jetzt auf den Begriff „Glyck“. Ursprünglich haben wir das ganze „Glyck“ und dann „Glücksschule“ als Untertitel genannt. Leider haben wir schnell gemerkt, dass Schule ein viel zu sehr besetzter Begriff ist, als dass man ihn irgendwie positiv oder vielleicht auch neutral betrachtet. In den letzten Monaten haben wir uns dann viele Gedanken darüber gemacht und einen anderen Untertitel erarbeitet.

 

 

Und da merken wir, das trifft uns mehr im Kern. Das, was uns bei der Zeugung und bei der Geburt dieses Babys auch wirklich wichtig war, nämlich, dass jeder hier etwas finden kann an Angeboten, dass ihm helfen kann, diesen Glücksfunken zu wecken, zu erleben oder zu kultivieren.

Das Wort Glyck mit Y. Da haben wir natürlich viel überlegt. Uns ist es wichtig, dass es kein Glücksversprechen gibt. Also man kann Glück hier nicht kaufen. Man kann es nicht mit einer Pille einnehmen und dann ist man glücklich. Das können und wollen wir nicht versprechen und darum geht es auch gar nicht. Deswegen haben wir das künstliche Wort mit Y gewählt. Es hat auch damit zu tun, dass Ares Wurzeln skandinavisch sind. Dort gibt es sowas leichtes, wie Hygge und Glygge, das auf Norwegisch Glück heißt. Da haben wir eben weiter kreiert und fanden dann den Namen „Glyck“ sehr passend und treffend für das, was wir sagen wollen.

ARE: Wir haben dem Wort Glyck mit Y eine Definition gegeben.

Es bedeutet innere Zufriedenheit unabhängig von äußeren Umständen.

Also egal, ob es draußen regnet, stürmt, schneit oder die Sonne scheint, ob die Menschen um einen herum gut gelaunt sind oder schlecht, ob die Arbeit stressig ist oder leicht… man kann es schaffen, einen Zustand zu erzeugen, jederzeit und immer, der zufrieden ist, innerlich zufrieden und entspannt. Und das ist genau der Unterschied zwischen angespannt, das will ich nicht und entspannt. Es ist so wie es ist. Das ist eigentlich Glück. Das ist was wir transportieren wollen und das ist auch Grundlage des ganzen Glycks, im Sinne von das ist, was wir weitergeben wollen. Sonst wollen wir eigentlich nichts weitergeben.

SUZANA: Eine Plattform eigentlich auch. Auf oder in deren Räume Erfahrungen gemacht werden, also über Yogakurse, Qigong oder Meditation, Achtsamkeitstraining, Tanz, oder, oder, oder. Einfach ein Potpourri an Möglichkeiten.

Vielleicht noch eine grundlegende Sache was den Begriff Glück angeht, der ja ein recht abgegriffener und auch schwieriger Begriff ist und vielleicht auch schnell an irgendwelche einengenden Dogmen denken lässt.

Glücklichsein ist eigentlich ein Grundbedürfnis wie Essen und Schlafen.

Wir vergessen das häufig in unserer heutigen Gesellschaft. Genau der Punkt, dass es eben ein Grundbedürfnis ist, und nicht etwas, was man von außen rein holt wie auch immer. Das ist eigentlich das, was wir kultivieren wollen. So wie man in ein Restaurant geht und seine Seele mit feinem Essen streichelt. So kann man auch mit einer Yogaeinheit oder Qigong oder ähnlichem an einen Punkt kommen, wo man sich zufrieden und glücklich fühlt. Das ist was, was immer schon da ist. Eben was Grundsätzliches.

ARE: Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Glück ist eben nichts was man sich rein holt, sondern diese innere Zufriedenheit ist immer schon da. Sie ist und war immer schon dauerhaft da, in jedem von uns. Dieser Zugang zur inneren Zufriedenheit ist oftmals einfach verstellt, weil wir uns so viele Gedanken und Gefühle, Sorgen, Hoffnungen, Erwartungen machen an Dinge, die da draußen sind. Aber wer diese ganzen Dinge mal weglassen kann, weglassen lernt und nicht mehr den Dingen Gewicht beimisst, der merkt, dass das was innen übrigbleibt, Zufriedenheit ist. Nämlich Zufriedenheit, hier auf diesem Planeten leben zu dürfen und Zufriedenheit in der Entspannung zu finden. Das ist eigentlich immer schon da und nicht wegzudenken. Und das bleibt auch immer da. Egal, ob man Phasen hat, in denen es gerade läuft oder nicht läuft. Es wird immer da sein.

 

 

Suzana & Are, was bedeutet für euch persönlich Glück?

ARE: Das ist wirklich wahrscheinlich die häufigste Frage, die wir in den letzten Monaten gestellt bekommen haben in dem Zusammenhang. Glück ist nicht ein orgastisch hohes Wow-Gefühl, das über einen kommt. Es ist nicht ein Dopamin- Feuerwerk in uns, das da stattfindet nach der Achterbahn oder wenn man etwas persönlich sehr Tolles erreicht hat. Glück ist etwas unglaublich Feines, Zufriedenes, Entspanntes in uns drin, was eben schon immer da war und ist immer da sein wird. Eine innere Zufriedenheit, unabhängig von äußeren Umständen. So wie wir das immer sagen. Das ist persönlich Glück für uns.

Wenn man das jetzt mal auf die naturwissenschaftliche Ebene herunterbricht, dann ist unser Glyck mit Y eher durch Serotonin Hormone herbeigeführt, wobei das Glück mit Ü, das meistens in der Gesellschaft empfunden wird, eher durch Dopamin verursacht ist, das oft auf Adrenalin folgt, aber eher so ein ganz hohes Gefühl ist. Während unser persönlich empfundenes Glück eigentlich ein entspanntes und zufriedenes, aber sehr konstantes Gefühl ist. Ich glaube, worauf es am meisten ankommt, ist, diese Konstanz zu finden und leben und zu halten.

SUZANA: Ja, und auch viel gewöhnlicher zu betrachten als wir es oft tun. Es gibt ja viele Schlagwörter, die in unserer Gesellschaft kursieren, zum Beispiel Selbstfürsorge. Letztendlich glaube ich, sind das alles Begriffe, die auf eines hinaus zielen. Nämlich auf das Grundbedürfnis. Wir wollen einfach, dass es uns gut geht. Das wir glücklich sind.

Glück ist natürlich in unserer Gesellschaft ein schweres Wort, weil wir Erwartungen haben, wie Glück zu sein hat. Und wenn ich das dann habe, dann bin ich glücklich! Und dann genau den Moment irgendwie abzupassen und zu merken, ich brauch gar nicht viel und kann trotzdem glücklich sein. Oder wenn ich einer Sache nachgehe, so wie ich zum Beispiel der Malerei, wo ich merke, ich gehe darin auf und das ist für mich Glück. Aber das ist jetzt vielleicht nicht das, was andere als Glück empfinden. Aber so genau muss es auch nicht definiert sein, weil es eine Erfahrung ist. Genau das ist uns wichtig, dass hier Platz ist, und Raum entsteht für solche inneren Erfahrungen. Irgendwie hat man das ja immer im Leben. Aber natürlich gibt es Dinge, die besser geeignet sind, um anzudocken an so ein schönes Gefühl. Wenn man Stress hat und irgendwie Dinge tut, auf die man keine Lust hat, dann dockt man da nicht so schnell an, als wenn man etwas Schönes macht und eben selbstfürsorgend etwas tut. Dann stellt sich schneller ein schönes Gefühl ein. Darum geht es; dem wieder Raum zu geben.

Das kennen wir ja alle in der letzten 2 Jahre nur zu gut, dass wir vieles vermissen, was uns vielleicht guttut und genau darum geht es eigentlich. Das wir erkennen, was uns guttut. Wenn es dem Körper guttut, dann ist es für die Seele auch gut. Dann entsteht auch schon so eine Art Ruhegefühl. Wenn man das kultiviert, dann kommt man zu einem zufriedenen Gefühl ganz automatisch.

Wie eine Rose die riecht. Die kann das nicht steuern. Das ist ganz natürlich.

Wir haben vergessen, dass Glück ein natürliches Gefühl ist, ein ganz natürlicher Zustand. Das kann man nicht machen. So sehe ich Glück für mich persönlich. Ich könnte das gar nicht definieren, wie: „Glück ist…“ und habe dann vier Worte, die das beschreiben. Das ist wirklich mehr ein Erfahren.

 

 

Was ist eure Idee hinter diesen Räumen? Was hofft ihr, hier zu bieten und was findet ihr für euch?

Das haben wir uns natürlich auch gefragt.

ARE: Die Idee hinter diesen Räumen ist, dass wir eben Zufriedenheit in die Gesellschaft bringen möchten. Beginnend hier in Backnang. Weil wir den Eindruck haben, dass die Menschen insbesondere hier in Deutschland, wenn man das so sagen darf, zu unzufrieden sind für die Verhältnisse, die sie haben.  Diese Unzufriedenheit führt dazu, dass die Menschen sie stillen wollen, und das machen sie eben über Dopamin und nicht über Serotonin. Und dieses Dopamin entsteht eben im Kaufrausch. Dieses Dopamin entsteht im Konsum. Natürlich auch im Sport. Dieses Dopamin entsteht eben in allen Dingen, die uns eigentlich ablenken davon, das Leben ganz zu erfahren. Sondern eben nur so teilweise.

Und jetzt machen wir mal den ganz großen Wurf, wenn wir sehen, wie der Klimawandel die Welt verändert. Die Ressourcenknappheit die Menschheit verändern wird. Dann ist es eben sehr wahrscheinlich, dass wir anfangen müssen und lernen müssen, weniger zu konsumieren, als das was wir in den letzten Jahrzehnten konsumiert haben. Denn wenn wir alle so weiter konsumieren, das weiß doch mittlerweile jeder, dann fahren wir den Planeten an die Wand! Kurzfristig für den Planeten, extrem langfristig und existenziell für die Menschheit. Das heißt, wir dezimieren die Anzahl der Menschen, was ja sehr leicht gesagt ist, aber mit einem unglaublichen persönlichen Leid kommen wird. Wenn wir es aber lernen, innerlich zufrieden zu sein, ohne Konsum, ohne irgendetwas zu benötigen, außer die Augen zu schließen, Übungen zu machen, die unseren Körper betreffen. Wenn wir es nicht schaffen, so unsere Glücksgefühle zu erzeugen, dann werden wir nicht abgeben können, weil wir dann nämlich depressiv werden. Momentan ist unsere Zufriedenheit auf Konsum ausgerichtet. Immer wieder Konsum, Konsum, Konsum. Wenn das nicht mehr geht, dann fehlt Dopamin. Und was passiert? Dann gibt es Depressionen und aus der Depression entsteht einfach ein Kampfgefühl, ein Gefühl, ich muss das aber haben. Und was passiert mit Ressourcenknappheit? Wenn Wasser mal knapp wird oder wenn Kohle und Öl mal klappt werden? Dann entstehen daraus einfach Verteilungskämpfe. Das ist im Tigerkäfig im Zoo auch nicht anders als auf der Weltbühne der Politik. Die Ressourcen wird man verteidigen. Die Ressourcen wir man erobern wollen. Man wird sein eigenes Volk nicht unzufrieden dastehen lassen wollen und das wird herausfordernd.

Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass es nicht passiert. Da hilft es nicht nur Elektroautos zu fahren, sondern wir haben einfach größere Möglichkeiten entdeckt und die wollen wir weitergeben.

SUZANA: Ja, und die Räume hier stehen stellvertretend dafür. Denn wenn jeder so für sich alleine ist oder auch alleine kämpft, dann ist das mühsam. dann ist das. Naja, es ist immer leichter mit Gleichgesinnten oder das Gefühl zu haben, gemeinsam was zu bewirken. Und so sehen wir auch diese Räume. Deswegen gibt es die. Also ganz praktisch sind wir nicht nur irgendwie eine Online-Geschichte, die irgendwo im virtuellen Raum stattfindet, sondern hier ist ganz reale Begegnung da, wenn man das will. Zum Beispiel, wenn man in den Yoga Kurs geht. Da ist immer Austausch da. Das haben wir ja gerade jetzt im Lockdown gespürt, wie wichtig das ist.

Da möchte ich noch ein Schlüsselwort einbringen. Wir müssen alles bewusster werden, glaub ich. Bewusster mit der Welt umgehen, bewusster mit allem was uns betrifft umgehen. Denn dieses Bewusstsein ist eigentlich der Schlüssel zum Erfolg, also Erfolg im Sinne von Zufriedenheit. Das bedarf aber tatsächlich auch einer Entscheidung. Also ich muss ich mich entscheiden auch in den Qigong-Kurs zu gehen und ich muss es dann auch machen, Dienstag, vormittags oder Donnerstagabend.

Aber genau diese Entscheidung braucht die Welt gerade von jedem Einzelnen. Und dann ist man aber doch nicht alleine. Und genau diese Crux versuchen wir hier, irgendwie auch ungewöhnlich, zusammenzubringen. Wir sind keine Yogaschule. Wir sind nichts Religiöses. Wir sind einfach irgendwie so was Neues. Eine Plattform, wo jeder das anbieten kann, was Menschen zufrieden macht. Diese Zufriedenheit ist schon immer da und immer da gewesen, aber sie wiederzufinden ist ein fortwährendes Training, das nie aufhört.

 

 
Und was genau erwartet mich, wenn ich eure Räume in der Bertha-Benz-Straße betrete?

SUZANA: Das ist eben ein bisschen so wie in einer Oase. Das kennen wir ja alle, wenn wir verreisen. Egal ob in den Norden oder Süden, egal unter welchen Bedingungen oder wenn wir irgendwo sind am Strand, dann haben wir dieses Gefühl von Entspannung. Das tut uns gut. Das nährt uns. Es ist angenehm, es ist schön und wir kommen mal raus aus dem Hamsterrad im Gehirn, in dem die Gedanken wie Hamster rennen und uns nicht mehr zufriedenlassen. Uns im wahrsten Sinne des Wortes keine Chance geben, mal anzuhalten. Genau das versuchen wir doch an den Wochenenden und im Urlaub. Genau so sehen wir unsere Räume hier, die wir extra toll und liebevoll eingerichtet haben, damit man hier reinkommt, einfach ausatmet und entspannen kann. Und dann das genießen wofür man sich interessiert hat. Natürlich geht das auch zu Hause im Wohnzimmer, aber da sind unsere Gedanken oft gefangen. Wenn man aber einfach mal neuen Raum betritt, woanders eintritt, dann kann man einfach mal loslassen und entspannen. Das ist die Erfahrung. Wenn man die kultiviert. Wenn man das im besten Sinne permanent macht, dann kommt die Gewohnheit und die Gewohnheit gibt uns irgendwann das Gefühl, das ist normal. Damit laden wir das Glücksgefühl regelrecht ein. Dann müssen wir nicht mehr Entscheidungen treffen oder uns überwinden. Dann kommt das Glück automatisch. Diesen Moment kennen wir. Jeder, der aktiv Yoga oder Meditation betreibt kennt das. Und das ist wirklich schön, einfach ein schönes Gefühl.

ARE: Die Räume sind sehr warm gehalten und entspannend. Da haben wir sehr drauf geachtet. Die schönen Fotos von Vincent Weinbeer an der Wand, geben Einblick von seinen Reisen in die Welt. Das ist sehr schön, dass man eben nicht nur hier im deutschen kalten Winter verharrt, sondern dass man sieht, woanders ist man auch zufrieden, und zwar mit viel weniger. Das gibt dem Ganzen eine sehr schöne Note hier. Gelungen einfach!

 

 
 
Die letzten 2 Jahre stehen ja unter sehr besonderen und herausfordernden Umständen. Was meint ihr, kann man in dieser Pandemie noch glücklich sein?

ARE: Ja, kann man!  Das ist ja genau der Anspruch, den wir an das Glycklichsein haben. Und da weg vom glücklich mit Ü hin zum glycklich mit Y. Denn glücklich mit Ü zu sein ist schwieriger in der Pandemie, weil glücklich mit Ü davon abhängt, dass Feste besuchen kann, dass man Party machen kann, dass man Leuten begegnen kann, dass man Feuerwerk machen kann, dass man Unternehmungen machen kann, wie Achterbahn fahren oder sowas. Erlebnisse eben, die einen in diese Dopamin Glücksgefühle mit Ü bringen. Glycklich mit Y braucht nun mal nichts weiter als den eigenen Atem, den eigenen Körper, das eigene Bewusstsein, das eigene Wahrnehmen. Also ganz klar, auch in einer Pandemie, auch im Gefängnis, wirklich im Gefängnis meine ich, kann man glücklich sein. Was eben viele Leute wie Nelson Mandela, beispielsweise, auch wirklich über Jahre bewiesen haben. Menschen, die teilweise erst dort zu ihrer Zufriedenheit kommen. Das sind Beispiele dafür, dass man mit schwierigsten äußeren Bedingungen, innerlich zufrieden und entspannt sein kann.

SUZANA: Das ist auch wieder so ein wichtiger Punkt? Es geht ja nicht um Friede, Freude, Eierkuchen. Also glücklich sein, ich glaube, das ist auch so eine Erwartungshaltung. Das assoziieren wir mit immer nur mit fröhlich sein. Tatsächlich ist das zwar nicht das Gegenteil, aber nur indem man das Andere zulässt, kann man eigentlich froh sein. Man kann nicht glücklich oder froh sein, wenn man sich das schön redet. Das geht vielleicht mal für ein paar Stunden. Aber es geht nicht darum, sich was schön zu reden. Das ist mir wichtig. Auch beim Thema Pandemie. Es geht nicht darum zu sagen: „Alles ist doch wunderbar so wie es ist. Ich muss ja nur in meinen inneren Zustand und dann ist alles super!“ So ist es ja nicht. Es ist auch ein Anerkennen dessen, was nicht gut ist. Und erst weil ich es anerkenne, kann ich sozusagen authentisch sein. Ich, einfach als Mensch. Und erst wenn ich authentisch bin, kann ich auch glücklich sein.  Das ist ja auch noch mal auf der persönlichen Entwicklungsebene ein ganz wichtiger Punkt. Authentisch ist eben alles zuzulassen, auch das Unangenehme, auch das Schlechte. Auch das Schmerz, den ich vielleicht habe, wenn ich eine Yogaübung mache und ich merke, der Rücken tut weh. Ich kann das eigentlich gar nicht. Dieses Erfahren von Schmerzen und diesen dann zuzulassen, das ist auch schon wieder gut.

Bezogen auf das Beispiel Gefängnis bedeutet das, ich halte das nicht nur aus, sondern ich nehme es an. Nur durch dieses Annehmen kann ich ungebrochen wieder rausgehen. Und dies auch eine ganz natürliche Funktion. Letztendlich ist es so, dass wenn wir uns abhängig machen vom Außen und nur noch leiden, dann vergessen wir, wofür wir dankbar sein können. Und wenn wir das vergessen, dann können wir eigentlich auch nicht mehr zufrieden sein. So ist das ein immerwährender Kreis. Es ist nicht einmal eine Idee von etwas. Es ist einfach völlig natürlich.

Und Kinder, zum Beispiel, die kennen das. Und das kenne ich wirklich aus meiner Lehrertätigkeit. Es ist schon so, dass da im Erwachsenenalter etwas verloren geht, was kleine Kinder noch ganz automatisch und ganz natürlich machen. Und genau diesen Prozess, der natürlich ist, den kann man im Kleinen leben und je größer das wird, umso schwieriger wird es natürlich. So eine Pandemie ist ja überdimensional und sehr ergreifend und trotzdem kann man da Wege finden für sich, innere Stärke zu behalten und die entpuppt sich als Zufriedenheitsgefühl, trotz allem, trotzdem!

ARE: Ein ganz schönes Beispiel mit dem Baby oder mit den Kindern. Vor allem bei Babys sieht man das. Wenn der Bauch drückt, weil er voll ist, dann tut das weh. Dann darf man quengeln. Und dann darf man sagen, das ist jetzt nicht in Ordnung. Aber ein Baby wird, nach einer Stunde oder nach 10 Minuten, nachdem es dann in die Windeln gemacht hat, sich nicht mehr darüber beklagen, wie fürchterlich das die letzten 10 Minuten war. Sondern: Jetzt ist mir schlecht. Jetzt geht es mir grad nicht gut. Haha, jetzt ist es vorbei! Und dann ist es auch vorbei. Denn dann ist ja das Nächste dran. Dann ist Zufriedenheit dran, Lachen, Kommunizieren, Erleben… Einfach ganz echt. Nicht gekünstelt oder sich was vor gemacht oder getan, als ob.

 

Wie es weitergeht im Gespräch mit Suzana und Are, das erfahrt ihr im nächsten Blogbeitrag.

Es schrieb für euch herzlichst,

Eure GLYCKsbloggerin Melli Hellebrand

Melanie Hellebrand

Systemische Therapeutin & Beraterin
HELDENDASEIN aufrichten.ausrichten.weitergehen


www.heldendasein.de

Systemische Beratung – GLYCK – gemeinsam mehr gestalten (glyck-backnang.de)

 

 

 

Fotos Glyck Melli Hellebrand

Fotos Suzana & Are copyright Vinzent Weinbeer

 

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Hingabe-Gabe-geben-hin

Hingabe-Gabe-geben-hin

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Hingabe – Gabe, geben, hin

 

An wen oder was?

Im Wort Hingabe steckt Gabe und das hat mit geben zu tun.

Hin ist das Gegenteil von weg und im Geben steckt auch das Gegenteil nämlich empfangen.

Wenn wir Google fragen, dann finden wir folgende Definition:

Unter Hingabe (auch: Hingebung, Devotion) versteht man den von rückhaltloser innerer Beteiligung geprägten Einsatz eines Menschen für eine Angelegenheit oder eine Person, die für den Betreffenden von höchstem persönlichem Wert ist. Hier lässt sich erkennen, dass es einem Gegenüber bedarf, einem Empfänger, einer Person oder Sache im Außen. Gleichzeitig wird auch ein innerer Teil von mir selbst angesprochen.

 

 

 

Gehen wir der Frage nach: An wen, oder was geben wir uns hin?

Ans Leben, an eine Situation oder einen Menschen, Deinen Gefühlen und Gedanken, an Deine inneren Impulse, dein Wissen, deine Weisheit?

Vielleicht ist wahre Hingabe eng verknüpft mit Hingabe ans Leben, an jede Form von Lebendigkeit, in der auch ein JA! Zum Leben steckt. Was umgekehrt nicht bedeutet, dass ich der Situation ausgeliefert bin, keine Möglichkeit der Handlung habe, ganz im Gegenteil, die Aktion jene mit Hingabe geschieht scheint eine ganz besondere Qualität ins sich zu tragen und bedarf durchaus einem aktiven Teil.

Grundsätzlich können wir uns überlegen, ob wir erst einmal uns mit all unserem Menschsein an etwas nicht zuletzt Sprachloses hingeben müssen, um mit Hingabe dann zu kreieren, dass der erste Schritt viel passiver daherkommt, als wir denken. Ein sich einlassen, ein sich öffnen die Voraussetzung schafft.

 

Gelingt es Dir leicht sich voller Vertrauen zu öffnen?

An was gibt sich ein Künstler: Maler, Schriftsteller, Musiker, Fotograf hin, wenn aus ihm heraus etwas entsteht, die Farben sich von allein mischen, der Pinsel wie von magischer Hand sich beginnt zu bewegen. Wir einen Satz beginnen, ohne zu wissen, wie er endet, uns die Worte auf dem Weg finden. Die Noten sich wie zufällig aneinanderreihen und die Pause an der richtigen Stelle und in ihrer Länge erst die Harmonie und den Klang ermöglichen. Der Abdruck genau in diesem Moment aus jenem Blickwinkel einen Augenblick im Lichte einfängt, den es so nie wieder geben wird.

 

 

 

 

 

Wann hast Du Dich das letzte Mal einer Aufgabe, einer Situation, einem Menschen tatsächlich hingegeben, ohne Wenn und Aber? Die Zeit vergessen, im Tun aufgegangen, kein Platz für zurückdenken oder vorausdenken?

 

Lass uns den Blickwinkel ändern und vom Talent, der Gabe, der Begabung herdenken. Wir haben alle eine besondere Begabung, ein Talent, etwas was uns Einzigartig macht. Steckt hierin vielleicht ein Auftrag sich seiner Gaben, dessen, was uns gegeben wird bewusst hinzugeben. Dafür bedarf es der Bewusstwerdung, was meine Gaben sind und es benötigt hierfür durchaus auch einer Portion Mut sich seine Einzigartigkeit einzugestehen und sie im zweiten Schritt auch zu leben.

 

 

Was habe ich als Kind mit Leidenschaft getan?

Mit Hingabe tun, gerne tun, aufgehen im Tun, aus sich heraus entsteht etwas. Was mit Hingabe geschieht berührt den Betrachter, lässt ihn staunen und im Staunen steckt etwas Zeitloses und ganz Reines.

 

Ist Hingabe aktiv oder passiv?

Es bedarf einem aktiven Teil und einen auf den wir uns einlassen müssen – Hingabe eben, vielleicht auch an etwas was wir nicht immer gleich rational erklären können aber dennoch fühlen, genau dann, wenn wir uns hingeben. Am ehesten zu umschreiben mit einer kindlichen Reinheit, an einen tiefen Wesenskern, dann entsteht etwas aus sich heraus. Der aktive Teil ist nah verbunden mit Wissen, jenes ich mir aneigne oder an jenes ich mich erinnern kann, auch meiner bisherigen Erfahrungen, die mein hingebungsvolles Handeln ganz persönlich färben. Nicht zuletzt die Hingabe verkörpern. Es bedarf dem Tun und dem Geschehen lassen.

 

 

Warum tue ich etwas, wie und was?

Mein Fazit:

Wenn ich etwas in die Welt bringen möchte, in Wort und Tat und nicht zuletzt über Berührung, das für mein Gegenüber und mich von höchstem persönlichem Wert ist, dann bedarf es einer tiefen Hingabe. Die Hingabe ans Talent, an den Moment, an mein Wissen und manchmal auch an etwas, was größer und sprachloser scheint, als mein ICH das ich bis zu diesem Zeitpunkt kenne. Dann leuchten die Augen des Gegenübers mit der gleichen Strahlkraft wie die meinen und Gänsehaut zeigt die tiefe der Berührung in Wort und Tat und manchmal auch physisch. Es scheint klar etwas Inneres beteiligt zu sein, an der Hingabe, die sich im Äußeren zeigt.

Mit Hingabe für Euch!

Eure Ute

 

Es schrieb für Euch GLYCKsbloggerin Ute Fischer

Y O G A  R U F T

U N D

Y O G A  A N T W O R T E T

Ute Fischer

Certified Anusara Yoga Teacher

www.utefischer-yoga.de

 

 

 

Fotos von Ute Fischer copyright Vinzent Weinbeer

 

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Erholung durch Phantasie, Visualisieren und Träumen

Erholung durch Phantasie, Visualisieren und Träumen

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Erholung durch Phantasie, Visualisieren und Träumen

 

Tagträumen – von nichts kommt oft das Beste

Von nichts kommt nichts? Von nichts kommt oft das Beste. Dieser lebenskluge Satz kommt vom philosophischen Bären Winnie the Pooh, der weiß, dass Freundschaft, Muße und natürlich Honig das Wichtigste im Leben sind.

Die Süße. Das süße Leben – was übersetzt nicht halb so gut klingt wie im Original “La Dolce Vita”.

Das liegt nicht nur an der Ursprungssprache und ihrem Klang, sondern an deren Heimat, die eben gleich Bilder in uns weckt. Egal, ob wir als Kind immer in Bibione am Strand Schlumpfeis gegessen, in Vicenza die erste Live Oper erlebt, der Nachtzug uns frisch verliebt wummernd nach Rom trug oder wir noch nie hier waren und die Sehnsucht aus Filmszenen zu uns getragen hat.

Getreu dem Motto. “Wer hat’s erfunden?” Mal nicht die an Patenten reichen Schweizer oder Schwaben. Zugegeben klingt das ein bisschen klischeehaft.

Aber ich schreibe diese Zeilen für Euch unter eben diesem azurblauem Himmel, mit Blick auf eine Rosmarinhecke, die mir weit über den Bauchnabel reicht und Pinien, die mit dem Wind Tango tanken. In der Bar Buona Vita, die das Leben wirklich besser macht.

Und ja, das Laptop hier aufzuschlagen an einem solch herrlichen Tag, entspricht vielleicht nicht dem Bild von Dolce Vita. Vielleicht eher dem Klischee, dass Deutsche immer arbeiten. Doch trägt mich diese Melodie der vielen Frauen-, Männer, Kinder-, alten, jungen Stimmen und Hundegebell in einen Flow, in dem die Finger über die Tasten hüpfen und alles leicht ist.

 
Und da sind wir wieder bei Winnie the Pooh.

Von nichts kommt oft das Beste. Ich sitze hier, schaue aufs Meer und plötzlich kommen mir diese Zeilen in den Sinn, hüpft Winnie in meine Gedanken und trägt sie zu mir und nun zu Euch.

Woher kommen kreative Ideen? Claude, der Parfumeur von farfalla, sagte mir mal:

Der Beginn seiner Duftreisen ist tatsächlich oft eine Reise, in eine Destination, wo er sich dann auf die Suche macht. Er hat eine Vorstellung von einem Duft, sucht dann nach der Gardenie, die den intensivsten Duft hat, findet den wilden Berglavendel, der einen viel höheren Gehalt an Linalylacetat hat.

Wie er dahin kommt? So wie ich im Moment: Er sitzt in einem Café, steht an einer Bar, kommt mit den Menschen ins Gespräch. Mehr findend als suchend. Und doch tauchen dann immer die Pflanzenflüsterer auf, die ihm den richtigen Wirkstoff zuspielen. So wie mir die Hintergrundmelodie die richtige Tonart des Textes gibt. Der Designerin eine Kachel an der Wand, die Idee zu einem neuen Stoffmuster liefert.

Gute Idee, Erfindungen, kommen scheinbar oft aus dem Nichts. Dann, wenn wir nicht suchen, finden wir plötzlich.

 

 

Finden statt Suchen

Die Österreicher haben dafür ein wunderbares Sprichwort:

Suchst ´nen Knoblauch, findst ´nen Zwiebel…

Und da steckt viel Weisheit drin: Denn das Suchen verhindert manchmal das Finden. In Hermann Hesses Siddhartha formuliert es am Ende seiner Suche – kurz vor der Erleuchtung so: „Wenn jemand sucht“, sagte Siddhartha, „dann geschieht es leicht, dass sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht, dass er nichts zu finden, nichts in sich einzulassen vermag, weil er nur immer an das Gesuchte denkt, weil er ein Ziel hat, weil er vom Ziel besessen ist.

Suchen heißt: ein Ziel haben. Finden aber heißt: Frei sein, offen sehen, kein Ziel haben.“

Ein hilfreicher Perspektivwechsel. Der Unterschied zwischen Suchen und Finden. Ein Unterschied, der viel mit Geduld und noch mehr mit Vertrauen zu tun hat. Und mit Verbindung. Denn wenn ich hier sitze, bin ich mit den Stimmen und der Stimmung in Verbindung. Und in Gedanken mit Dir, meiner Leser:in. Der Parfümeur ist ebenfalls verbunden in den Gesprächen und stellt sich – so hat er mir erzählt – auch immer eine bestimmte Person vor, die den Duft trägt.

Das sich Treiben lassen bringt uns auch in eine Verbindung, die nicht vom Verstand geleitet wird, sondern von einem freien Spiel der Kräfte, denen wir auch immer mal einen kleinen Schubs geben können.

 

  • Indem wir die Phantasie nähren. Mit Büchern.
  • Indem wir auf Reisen gehen, mit schönen Visualisierungen.
  • Indem wir uns den Tagträumen hingeben, wie es der buddhistische Mönch Thich Nhat Hanh rät.

 

Er drehte den Satz einfach um:

„Sitz nicht einfach nur da – tu irgendetwas.“ in: “Tu nicht einfach irgendetwas – sitz nur da.”

 

 

Weitere inspirierende Zitate

Phantasie ist wichtiger als Wissen. Denn Wissen ist begrenzt.

Albert Einstein

Und dann muss ja noch Zeit sein, einfach da zu sitzen und nichts zu tun.

Astrid Lindgren

Langeweile ist ein warmes graues Tuch, das innen mit den glühendsten, farbigsten Seidenfutter ausgeschlagen ist. In dieses Tuch wickeln wir uns, wenn wir träumen. Dann sind wir in den Arabesken seines Futters zuhause. Aber der Schläfer sieht grau und gelangweilt darunter aus. Und wenn er erwacht und erzählen will, was er träumte, so teilt er meist nur diese Langeweile mit.

Walter Benjamin

 

 

Tipps

  • Visionboard
    Ein verregneter Sonntag im Wohnzimmer auf dem Boden. Oder ein herrlicher Sommertag im
    Schatten auf der Terrasse. Ein Stapel Zeitschriften. Durchblättern. An den Fotos hängen
    bleiben, die Dich spontan ansprechen. Ausschneiden und ein Vision Board kleben.,
    Und so den eigenen Träumen wieder näher kommen. Diese Bilder auf Collagen haben eine
    große Kraft.
  • Phantasiereise
    Oder eine Phantasiereise machen. Entweder angeleitet über Youtube, eine App oder von einer CD.
  • Hörspiele
    Ein Hörspiel hören. Am besten bei geschlossenen Augen. Einen Sinn ausblenden.
  • In Erinnerungen eintauchen In Fotoalben, Briefen, Kisten mit “Zeugs” stöbern und schauen, was die Erinnerungsschmetterlinge dann vorbeitragen. An einem Foto hängenbleiben, an die
    Geschichte denken, die dahinter steckt. Einen alten Brief wiederlesen. Vorsichtig über eine getrocknete Blüte streichen. An einem alten Parfümfläschen riechen. Mit allen Sinnen in Erinnerungen und dann auch in die Phantasie eintauchen

 

Viel Freude & Erholung beim Phantasieren und Träumen!

Eure Claudia

 

Es schrieb für Euch GLYCKsbloggerin Dr. Claudia Kundigraber

Ich mache Menschen und Marken groß.
Liebe und lebe Yoga.
Hebe und erzähle Geschichten.

Kommunikationstrainerin
Inspirationscoach
Yogalehrerin

www.kundigraber.de

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Ernte und Aufbruch

Ernte und Aufbruch

ernte-und-aufbruch

 

Ernte und Aufbruch


Es gibt so Worte, die ziehen andere an wie ein Magnet. Sie sind gekoppelt wie – genau: Pech und Schwefel. Pfeffer und Salz. Bonnie and Clyde. … Ernte und Dank. Dabei kann man nicht nur Dank ernten. Das Wort funktioniert auch mit Kritik. Wir ernten Beifall genauso wie
kritische Blicke.

Dabei stellt sich die Frage:

Ernten wir immer das, was wir gesät haben? Ist es immer das Ergebnis einer Aktion? Also Aktion – Reaktion?

Klar, wer Petersilie oder Ringelblumen sät, hat dann Kräuter oder Blumen im Garten. Was aber auch nicht ganz stimmt. Denn meistens schleicht sich ja noch was anderes in die Reihen im Beet. Der Wind treibt uns gerne ein paar Samen zu.

Meine Wicken zum Beispiel. Das was die erfolgreichste Investition in meinem Garten. Ein Tütchen eingesetzt, erfreuen die lila und rosa Blüten seit Jahren mein Herz. Und haben jetzt auch noch die selten gewordene blaue Holzbiene in meinem Gärtchen heimisch gemacht. Mit ihr verbringe ich die frühsommerlichen und sommerlichen Tage mit meinem ersten Espresso im Garten und sie hat mich zu diesem Text inspiriert. Denn nicht immer säen wir genau das, was wir ernten. Den Luftikus Wicke habe ich gesät, aber was er mir alles schenkt, das habe ich nicht erwartet. Gespräche über den Gartenzaun, ob ihre grenzüberschreitende Ader meinen Nachbarn stört. Tut sie nicht. Post aus Bayern und Berlin von meinen Gartenfreundinnen, bei denen nun die Urenkel-Samen heimisch geworden sind.

 

 

Das Leben funktioniert nicht wie ein Bankkonto


Und so ist es doch oft: Nicht immer bekommen wir das, was wir gesät haben. Manchmal mehr, manchmal weniger bis gar nichts. So jedenfalls scheint es auf den ersten Blick. Aber das Leben funktioniert erfreulicherweise eben nicht wie die Bewegungen auf einem
Bankkonto. Was wir an einer Stelle einzahlen, bekommen wir oft an einer ganz anderen wieder zurück.

Das habe ich oft im Leben erlebt. Früher habe ich mich manchmal geärgert, wenn ich viel gegeben habe, in einem Job, in einem Ehrenamt, in der Familie. Und das Gefühl hatte, es wird nicht richtig erkannt, anerkannt, belohnt. Um dann später oft überrascht festzustellen, dass sich durch einen Kontakt im Ehrenamt ein Auftrag ergeben hat, aus einer Begegnung im Zug ein Lektüretipp oder Einstieg zu einem Artikel, aus einem am Wegesrand ausgegrabenen Pflänzchen ein wahres Blütenmeer entstand.

Was es dafür braucht?
  • Ein offenes Herz.
  • Eine Haltung, die uns Chancen erkennen lässt.
  • Und keine Angst vor Überraschungen. In den letzten Monaten sind uns die Überraschungen ein bisschen ausgegangen. Fast alles musste vorausgeplant, reserviert und angemeldet werden. Wir haben uns registriert und viele neue Formblätter kennengelernt. Dabei sind es ja genau die Überraschungen, die uns lebendig halten.

 

 

Lass Dich überraschen


Lass Dich überraschen! So nannte Rudi Carell seine Fernsehshow Ende der achtziger Jahre und die begann immer mit diesem Titelsong. Das fiel mir wieder ein, als ich nach dem Lockdown zum ersten Mal wieder in meinem Lieblings-Biergarten in München saß. Es dauerte nicht lange, da kamen wir mit dem Nachbartisch ins Gespräch, weil ich Ihnen eine Decke abschwatzen wollte. Habe ich bekommen und etwas später eine Live-Gesangseinlage der jungen Leute. Choräle. Mehrstimmig wummerten die satten Melodien durch den Raum. Was für eine Überraschung. Und wie schön, etwas zu erleben, was nicht geplant war.

Wenn Freunde klingeln und aus dem Kaffee ein Abendessen wird mit dem, was der
Kühlschrank halt so hergibt. Wenn uns das Stöbern in der Buchhandlung fünf
Neu-Entdeckungen mit nach Hause tragen lässt. Oder Freundinnen Dich spontan an den Bodensee entführen. Wenn wir uns einfach vom Leben treiben lassen. Und das nichts Tun die schönsten Ideen hervorbringt. Besonders gut funktioniert das in der Natur. Beim Betrachten des Sonnenuntergangs, des Wassers, der Wolken, der Wicken im Garten.

Ja, Ernte ist für mich an Dank gekoppelt. Ich bin dankbar, für das, was mir das Leben in mein Gärtchen bringt…

Denn mit der Ernte verbunden, ist ja schon der Ausblick auf die nächste Saison. Im Samenkorn, das meine Wicken hinterlassen, steckt ja schon alles, was die Pflanze für die nächste Saison braucht. Die Ernte ist ein Zwischenschritt im Kreislauf, bevor ich wieder aussäe, in Erwartung, was kommt. Und mich erneut überraschen lasse, welche Saat aufgehen wird, welche Pflanzen sich reinmogeln, welche Nachbarn sich gut tun und was mit dem Raum dazwischen geschieht. In diesem Sinne wünsche ich Dir eine reiche Ernte – nicht nur jetzt zur klassischen Ernte-Dank-Zeit.

 

 

 

Ernte und Dank im Alltag – hier ein paar Tipps

 

  • Spiel Leporello mit dem Adressbuch. Beim Buchstaben Stopp eine Adresse für eine Karte oder ein Telefonat wählen und der Person für etwas danken, was sie in Dein Leben gebracht hat. Wenn Du ein elektronisches Adressbuch hast, dann still das Alphabet aufsagen und jemanden bitten, Stopp zu sagen oder den Timer stellen.
  • Natürlich kannst Du auch direkt eine Adresse aussuchen.
  • Hast Du einen Garten? Dann sammle doch ein paar Samen, getrocknete Blätter, Blüten und schicke Sie an jemanden, dem Du dankbar bist. Wenn Du keinen Garten hast, kannst Du sehr gut im Wald oder einem Park Früchte sammeln.
  • Führe ein Dankbarkeits-Tagebuch oder binde in Dein Morgen- oder Abendritual einen Moment ein, an dem Du für etwas oder jemanden dankst.
  • Es gibt eine Übung, die “Zahl im Voraus” heißt: Halte nach jemandem Ausschau, dem Du selbstlos einen Gefallen tust, ohne eine Gegenleistung zu verlangen – außer die, dass er das Gleiche tut. Der Domino-Effekt dieser Übung bringt eine ganze Reihe guter Taten in Bewegung.

 

Zitate zum Thema Ernte:


Im Herbst steht in den Gärten die Stille, für die wir keine Zeit haben.

Laotse

Wer nur um Gewinn kämpft, erntet nichts, wofür es sich lohnt, zu leben.

Antoine de Saint-Exupéry

Säe ein Samenkorn in die Erde, und sie wird dir eine Blume hervorbringen. Träume deinen Traum zum Himmel, und er wird dir deine Geliebte bringen.

Khalil Gibran

 

Deine GLYCKsbloggerin Claudia

Vielen Dank an Jörg Frase für die hübschen Fotos!

 

Dr. Claudia Kundigraber 

Kommunikationstrainerin
Inspirationscoach
Yogalehrerin


www.kundigraber.de

 

 

 

 

  • Yogalehrerin
  • Ausbildung als Businesscoach in Berlin
  • Über 20 Jahre Inhaberin der Kommunikationsagentur k.u.k. kommunikation in Stuttgart
  • Promotion über Polens Weg in die Demokratie in Warschau und Tübingen
  • Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München
  • Studium der Rhetorik, Germanistik und Politikwissenschaft in Tübingen
  • Veröffentlichungen in Frankfurter Rundschau, ZEIT, Süddeutsche Zeitung, Südwest Presse sowie Fachartikel und Kurzprosa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 

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Spazierengehen – ein Fest für alle Sinne

Spazierengehen – ein Fest für alle Sinne

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Spazierengehen – ein Fest für alle Sinne

 

Sucht man im Internet nach „Spaziergang“, findet man:

„Gang im Freien (den man zu seiner Erholung unternimmt).“ Am wichtigsten finde ich hier den Teil in der Klammer! Ja, wir gehen spazieren, um uns zu erholen, um den Kopf freizubekommen, um ins Spüren, Wahrnehmen, Erleben der Natur und unseres Körpers zu kommen.

 

Spazieren gehen, egal bei welchem Wetter?

 

Oftmals gehen wir nur bei schönem oder trockenem Wetter spazieren. Das hat natürlich seine Vorteile…

… die Sonne schenkt uns Vitamin D, unsere Laune steigt dadurch, wir fühlen uns wohlig warm und strahlend. Es ist trocken, wir werden also nicht nass und haben gute Sicht.

Aber auch etwas windiges Wetter kann großartig für einen Spaziergang geeignet sein. Der Wind klärt uns, er räumt vielleicht auf und bläst die Gedanken einfach hinfort. Er erfrischt uns und säubert unsere Lungen. Wir fühlen uns vitalisiert und wach.

Genauso kann der Regen uns bei einem Spaziergang großartig dienen. In gewisser Weise hat er etwas reinigendes, du fühlst dich lebendig und bekommst einen neuen Blick auf die Dinge! Auch eine verregnete Landschaft, mit schweren Wolken in den Wäldern hängend, hat etwas wunderbar mystisches und geheimnisvolles.

Probiere es doch einfach mal aus und schaue, wie es dir nach dem jeweiligen Spaziergang bei Sonne, Wind oder Regen geht! Ich bin mir sicher, dass es ganz egal ist, welches Wetter es sein sollte, erholt fühlst du dich danach immer, wenn du wieder zu Hause ankommst.

 

 

Spazieren gehen als Meditation?

 

Ja, auch das geht! Hast du schon einmal eine Gehmeditation gemacht? Wir können ganz bewusst in unseren Spaziergang eine Gehmeditation integrieren oder den ganzen Spaziergang als solche betrachten. Dafür musst du nichts weiter tun, als bewusst zu gehen, dich einfach nur auf die Schritte, die du einen nach dem anderen voreinander setzt, einzulassen. Es braucht nichts weiter als einen Weg und dich selbst!

Genauso kannst du während eines Spaziergangs eine Pause einlegen, um dich auf eine Bank oder ins Gras zu setzen und hier zu meditieren. Dabei reicht der Blick in die Ferne, das Wahrnehmen der Geräusche und Gerüche um dich, das stetige, tiefe und bewusste Atmen.

Ist das nicht großartig, was die Natur uns für unsere Erholung und Regeneration schenkt?

Natürlich kannst du einen Spaziergang ganz ohne Intention machen und dich inspirieren und bereichern lassen, von allem, was dich umgibt. Vielleicht fällt dir das aber auch manchmal schwer und dir gelingt es nicht, dich auf das Erlebnis Natur einlassen zu können.

Als kleine Hilfestellung möchte ich dir im Folgenden Impulse zu einem intensiven Spazier-Erlebnis für alle Sinne geben

 

 

Mit allen Sinnen in den Herbst spazieren

 

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,

Noch träumen Wald und Wiesen:

Bald siehst du,

wenn der Schleier fällt,

den blauen Himmel unverstellt,

Herbstkräftig die gedämpfte Welt

In warmem Golde fließen.

(Eduard Mörike)

Dieses Gedicht bringt die Stimmungen des Herbstes, wie ich finde, wunderbar hervor. Der Herbst ist so vielseitig, er hat eine raue, mystische, aber auch eine warme, golden strahlende, liebliche Seite.

 

„Jede Jahreszeit ist der Anfang eines Wunders.“ (Beat Jan)

 

 

Das Wunder Herbst

 

Der Herbst ist die Jahreszeit der (Ver-) Wandlung… alles färbt sich in satte Farbe, viele Früchte sind reif, die Vögel suchen sich ein neues Quartier und auch wir Menschen stellen uns langsam auf kühle Temperaturen und den nahenden Winter ein. Vielleicht möchtest du bei deinem nächsten Herbstspaziergang einmal ganz bewusst deine fünf Sinne einladen, wahrzunehmen:

 
Sehen:

Schau dir ganz bewusst deine Umgebung an! Was kannst du sehen? Welche Pflanzen fallen dir auf? Sind es die saftigen Gräser, Herbstblumen, abgeerntete Felder und Felder, die noch mit Mais gefüllt sind, Bäume, die voller Äpfel oder Zwetschgen hängen? Nimm einmal diese Farbenkraft und Fülle wahr!

 

Schmecken und Riechen:

Schließe für einen Augenblick deine Augen. Nimm einen tiefen Atemzug und nimm wahr, welche Gerüche dir in die Nase kommen. Riecht es nach feuchter Erde, nach Gräsern oder vielleicht nach etwas ganz anderem?

Der Herbst ist voller reifer Früchte, so findest du am Wegesrand vielleicht ein paar Brombeeren oder andere Beeren, vielleicht einen frischen Apfel, der schon reif vom Baum gefallen ist, Zwetschgen oder Mirabellen, die du kosten kannst! So lasse dir diese dann im Munde zergehen… spüre nach wie es schmeckt! Ist das Obst schon ganz reif und süß oder hat es auch noch eine leichte Säure, ist es saftig oder ganz sanft im Mund?

Und wenn du nach Hause kommst, wartet vielleicht schon ein Teller mit leckerer Kürbissuppe auf dich, die für mich absolut ein kulinarischer Herbstknaller ist! Unten findest du ein Rezept für eine leckere Kürbissuppe zum Ausprobieren.

 
Hören:

Auch dieser Sinn wird bei deinem Spaziergang angesprochen. Ich liebe es auch, die Augen zu schließen, während ich es mir auf einer Bank kurz bequem gemacht habe. Lausche dann einfach in die Natur. Was kannst du hören? Sind es die Gräser, die im Wind rauschen oder ist es das Rascheln der Baumkronen? Hörst du vielleicht Tiere, vielleicht das Zwitschern der Vögel oder ein leises Summen? Versuche einfach alle Geräusche wahrzunehmen.

 
Fühlen / Tasten:

Wenn du gerade schon diese kleine Pause machst, um wahrzunehmen was dich umgibt, dann lass dich nun auch ins Fühlen und Tasten kommen. Nimm die verschiedenen Blätter und Früchte des Herbstes wahr, indem du sanft über ihre Oberfläche streichst. Fühle die glatten und die rauen Oberflächen und die feinen Strukturen. Jedes Blatt, jede Frucht, jede Rinde ist einzigartig. Wenn du im Wald bist, kannst du auch den Waldboden mit deinen Händen untersuchen oder barfuß darauf laufen. Besonders im Wald finden sich viele verschiedenen mit allen Sinnen erfahrbaren Eindrücke – in der Regel ohne störende Nebengeräusche wie Motorenlärm oder Ähnliches. Daher möchte ich gerne an dieser Stelle als Beispiel für eine ganzheitliche Erfahrung zum Thema Wald das „Waldbaden“ vorstellen.

 

 

Waldbaden

 

Hört sich nicht schon der Begriff „Waldbaden“ nach Erholung an? Natürlich verbinden wir mit dem Begriff „baden“ erst einmal Wasser. Das gibt es beim Waldbaden jetzt weniger, aber wir können hier eintauchen in die Natur des Waldes. So kannst du dir auch im Wald ein beliebiges Plätzchen suchen, es dir bequem machen und dem Rauschen der Blätter lauschen. Vielleicht suchst du dir sogar einen Platz an einem großen Baum, lehnst dich hier an und spürst, wie getragen und gehalten du hier bist! Die Bäume haben ihre ganz eigene Energie, sie stehen unter Umständen schon seit mehreren Jahrzehnten an ein und demselben Ort, ihre Wurzeln tief in die Erde vergraben, ihre Kronen weit nach oben in den Himmel ragend. Vielleicht ist dir nach deiner Ruhepause sogar danach, diesen Baum, der dich gehalten hat, zu umarmen und dich von seiner Energie liebevoll einhüllen zu lassen.

 

 

Hier wie versprochen das Rezept für die Kürbissuppe:

Feine Kürbiscremesuppe (Sunny Hokkaido)

Zutaten für 4 Personen:

500g Kürbisfleisch
1-2 Kartoffeln
1-2 Karotten
1 große Zwiebel
Salz und Pfeffer
1 Stück Butter 

 

200 ml Schlagsahne

 

 

1 Bund gehackte Petersilie

 

 

In Würfel schneiden und in ca. ½ l Wasser weich kochen, dann pürieren und evtl. noch Wasser zufügen,Gewürze

zugeben.

 

schlagen, die Hälfte unterrühren

In Suppenschalen anrichten und von der restlichen Sahne jeweils einen Klecks darauf geben und mit
Petersilie garnieren.

Tipp: Auch Kürbiskernöl zum Verfeinern macht sich hier gut!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und nun wünsche ich dir viel Spaß beim Ausprobieren, Entdecken und Erfahren!

Ich wünsche dir wundervolle Spaziergänge!

Alles Liebe,
Anja

 

Anja König – Coaching & Yoga 

Mental-Resource Trainerin, Coach und Yogalehrerin

www.koenigcoaching.com

 

 

 

 

Mehr Infos zu Anjas Kursangebot findest du hier.

Vyana-Yoga

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 

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