Leichtigkeit statt Stress

Leichtigkeit statt Stress

 

Leichtigkeit statt Stress

 

Leichtigkeit, welch geflügeltes Wort. Wer wünscht sich das nicht für sein Leben? Was bedeutet Leichtigkeit? Die Abwesenheit von Schwere? Ist die Leichtigkeit in meinem Leben an mein Körpergewicht gekoppelt? Hoffentlich nicht! Ich mache mich auf die Suche nach ein paar Begriffserläuterungen.

 

Der Duden gibt für das Wort Leichtigkeit zwei Bedeutungen an.

Zum ersten, die Eigenschaft, leicht zu sein, also doch ein geringes Gewicht zu haben. Das deprimiert mich! Als zweite Bedeutung jedoch, wird die Leichtigkeit mit Mühelosigkeit, der Eigenschaft, Dinge mit Leichtigkeit verändern zu können, angegeben.

 

Wenn ich weitersuche, finde ich noch die Bedeutung, unbekümmert zu sein, aber auch viele Synonyme von Mühelosigkeit, Spielerei, Kleinigkeit, über Bequemlichkeit und Bedeutungslosigkeit bis hin zu Nichtigkeit. Dann bekommt das Wort Leichtigkeit für mich eine negative Konnotation und das macht mich traurig. Mir stellt sich augenblicklich die Frage: Wenn ich in meinem Leben etwas mit Leichtigkeit erreicht habe, ist es dann weniger von Bedeutung, als wenn ich es mit Mühe und unter harter Arbeit und andauerndem Stress vollbracht habe? Muss alles Schaffen eine Plage sein?

 

Nein! Ich suche weiter und finde für Leichtigkeit das Synonym der Gewandtheit, das mir besonders gut gefällt. Welch wunderschöner Klang, fast tänzerisch! Ich mag gewandte Menschen. Sie sind mir sympathisch. Sie wirken oft schöpferisch und versprühen dabei eine Leichtigkeit und ein Gefühl von Glücklichsein, das oft ansteckend wirkt.

 

Beim weiteren Nachdenken zum Begriff der Leichtigkeit fällt mir der englische Begriff FLOW ein, der für mich eine gewisse Leichtigkeit im Tun verkörpert. Im Flow zu sein, etwas mühelos zu verrichten, und in einen rauschähnlichen Zustand zu gelangen, in dem sogar Arbeit Spaß macht.

Wikipedia sagt tatsächlich folgendes zu FLOW:

„Flow (deutsch „Fließen, Rinnen, Strömen“) bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung (Konzentration) und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit („Absorption“), die wie von selbst vor sich geht – auf Deutsch in etwa Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder auch Funktionslust.“

Arbeit, die wie von selbst geht…welch glücklicher Zustand. Das klingt nach Abwesenheit von Schwere und Stress.

Stress ist ein Zustand, in dem unser Körper alles dafür tut, schnell und einsatzbereit zu sein. Die Atmung beschleunigt, der Blutdruck steigt, die Muskelspannung wächst und unsere Gedanken werden rasend schnell. Meist empfinden wir das als unangenehm; das hängt sehr davon ab, wie wir die Umstände bewerten und empfinden. Die Wissenschaft bewertet positiven und negative Stress. Positiv oder negativ- das ist immer eine Frage unseres Umgangs damit und unserer Einstellung dazu. Wenn sie die Arbeit als Herausforderung empfinden, dann genießen Sie vielleicht das Kribbeln im Nacken und das Gefühl, endlich etwas anpacken zu können. Wenn Sie aber müde sind und sich auch noch unterbezahlt fühlen, ist derselbe Zustand Ihres Körpers eher eine Belastung, die Sie nicht zur Ruhe kommen lässt.“

(Lit. Hantke & Görges „Ausgangspunkt Selbstfürsorge“, Junfermann Verlag, Paderborn, 2019)

Dann hat das Gefühl von Stress, Schwere, Abwesenheit von Leichtigkeit also auch mit unserem Empfinden und unserer Bewertung zu tun. Es ist ein subjektives Gefühl davon, wie schwer sich etwas für mich anfühlt. Ein anderer Mensch würde vielleicht sagen: das mache ich dir mit links!  Das ist eine Leichtigkeit für mich!

Wenn es also mit meiner persönlichen Bewertung einhergeht, wie schwer oder wie leicht sich mein Leben, meine Arbeit oder mein Alltag anfühlen, dann habe ich es doch selbst in der Hand, wie ich eben dieses bewerte. Das macht mir Hoffnung! Was kann ich also tun, um mehr Leichtigkeit und weniger negativen Stress zu erleben.

Balou der Bär im Dschungel würde sagen:

Probier’s mal mit Gemütlichkeit!

Bei meiner Recherche bin ich sehr schnell auf 10 Tipps für mehr Leichtigkeit von Benjamin Brückner auf seiner Website www.benjamin-brueckner.de gestoßen. Diese Tipps möchte ich gern mit euch teilen und empfehle euch die Erklärungen auf der o.g. Website. Es ist nämlich gar nicht so schwer mit der Leichtigkeit!!!

10 Tipps für mehr Leichtigkeit

  1. Richtig atmen
  2. Grenzen setzen
  3. Fokus behalten
  4. Schweres zulassen
  5. Spazieren gehen
  6. Gut essen
  7. Perfektionismus ablegen
  8. Vertrauen entwickeln
  9. Viel Bewegung
  10. Freundlichkeit

 

 

Wenn du Orientierung brauchst bei der Suche nach mehr Leichtigkeit in deinem Leben, dann kann eine Beratung oder ein Coaching hilfreich sein. Ich biete dir gern individuelle und lösungsorientierte Hilfe. Vereinbare einfach einen unverbindlichen Termin bei mir zum Kennenlernen!

 
 
Melanie_HellebrandEin Beitrag von Melanie Hellebrand
Einen Überblick zu ihrem Angebot im Glyck gibt es hier.
 

 

HELDENDASEIN

Melanie Hellebrand

Systemische Therapeutin & Beraterin (SG)

www.heldendasein.de

 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Glyck in Zeiten von Corona

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Herzlich Willkommen zu unserem ersten Glycksblog-Beitrag!

COVID 19 hat ja auch uns erfasst und wir haben das Gefühl, dass wir gerade jetzt gebraucht werden.

„Es ist, was es ist.“ (Erich Fromm) 

Einfach mal wahrnehmen, was uns bewegt und was überhaupt ist. Das ist Thema unseres heutigen Blogs. Eine solche Bestandsaufnahme unseres alltäglichen Lebens ist in unseren Augen, im Hinblick auf ein gelingendes Leben und derzeit einem gesunden Krisenmanagement, überaus wichtig. Wir nehmen wahr, bei jedem Einzelnen und somit in der Gesellschaft, dass Ängste, Sorgen und Unsicherheit mehr und mehr unser Leben bestimmen und unsere Entscheidungen beeinflussen.

Auffällig ist, dass wir viel zu häufig unklare Berichterstattung konsumieren, sei es nun durch FakeNews und Verschwörungstheorien oder durch tröpfelnde Informationsgabe (Was plant die Bundesregierung als nächstes? Wie entwickeln sich die Zahlen? Wann wird die Wirtschaft wieder starten können? ….). Dadurch werden wir tief und nachhaltig verunsichert. So geraten wir häufig in kurzfristige, dramatisierende Denkmuster, wie beispielsweise „Oh Gott, die Welt geht unter!“ oder „Hoffentlich erwischt mich das Virus nicht!“ Um mit solch überwältigenden Gefühlen umzugehen, braucht es zunächst einmal eine Schärfung der Wahrnehmung (Bestandsaufnahme), damit wir klar sehen was uns bewegt.

Was ist Euch eigentlich begegnet an diesem typischen derzeitigen Corona-Tag? Um das zu ergründen, möchten wir Euch auffordern, einfach mal den Tag zu protokollieren. Das könntet Ihr auf Eure Weise machen, und falls Ihr Hilfe braucht, nutzt doch einfach die angehängten Beispiele. Exemplarisch haben wir, falls es Euch hilft, zwei verschiedene Tage zusammengefasst. Tage von Isolierten, die zu Hause die Stellung halten, sowie Tage der Teile der Bevölkerung, die weiterhin der Arbeit nachgehen.

Und so geht die Wahrnehmungs-Übung:

  • Ladet Euch den entsprechenden Vordruck herunter, streicht durch und ergänzt, wie es Euch beliebt oder erstellt diese Liste frei.
  • Nun nehmt Euch etwas Zeit und geht jeden einzelnen Punkt durch und schreibt dahinter:
    • W – für wohltuend oder nährend
    • N – für neutral oder löst nichts in mir aus
    • E – erschöpfend oder kraftraubend

So habt Ihr erstmals wirklich die Chance auf Euer Leben zu schauen und es in die Hand zu nehmen – egal wie die Umstände sind. Wer Lust hat kann dies durchaus mehrmals vertiefend durchführen.

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